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"Ich
orientiere mich an Liebe, Mut und Wahrheit (…). Und dann frage ich mich einfach
in jedem Moment, wenn eine Entscheidung ansteht:
Was würde die Liebe tun?
Was
würde die Wahrheit tun? (…)
Was würde der Mut tun?"
(Daniele Ganser im Gespräch mit Kurt Tepperwein, Axel Burkert und Nada Breidenbach, ca. bei Minute 20)
Diese Aussage hat
mich beim morgendlichen Zuhören fast umgehauen.
So einfach.
So klar.
Und so schwer.
Wie oft hapert es genau daran, am Folgen dessen, was die Liebe, die Wahrheit oder der Mut tun würden. Wie oft schon hapert es daran, in den Entscheidungsmomenten bewusst genug zu sein, um einen Schritt zurück zu treten, sich von dem Entscheidungsdruck, der Kakophonie im Kopf frei zu machen und diese fundamentalen Werte ins Bewusstsein dringen zu lassen.
Und wenn das gelingt, müssen dann auf jeden Fall genügend Wachheit und Mut anwesend sein, um den Antworten auf diese Fragen auch Folge zu leisten.
Nach dieser Maxime zu leben veränderte die Welt.
Ganser erzählt, dass seine Reihenfolge des inneren Fragens tatsächlich ist: Liebe – Wahrheit – Mut. Wenn die Antwort der Liebe auf seine Frage ihm nicht ausreichend ist, dann fragt er die (innere) Wahrheit und dann den Mut: "Ich stelle mir diese Werte als Energie, als Körperlichkeit schon fast, vor."
Dabei richte er sich nicht immer nach dem, was sie sagen. Aber er wisse
wenigstens, was sie sagen und dass das der richtige Weg sei. Es gebe durchaus
Momente, in denen er zu wenig Kraft habe und es dann nicht tue. "Aber ich
weiß, du bist nicht dem Mut gefolgt, also viel Gutes kann jetzt nicht
entstehen."
"Aber ein anderes Mal sage ich mir: hier, der Mut sagt, du musst hier
durch. Und dann gehe ich voll durch und mache alle Erfahrungen, die damit
verbunden sind."
Wow!
Es braucht sehr,
sehr viel Bewusstheit, um das umzusetzen.
Letztlich ist natürlich diese Bewusstheit das Ziel jeglicher spiritueller
Praxis. Dadurch, dass ich in jedem Moment bewusst anwesend bin, gestalte
ich mein Leben.
Niemand hat
gesagt, dass es einfach sei, dies zu erlangen.
Aber 'alle' reden darüber so, als ob sie schon ganz dicht dran seien, als ob
sie nur kleinste Schrittchen noch zu machen brauchten, et voilà!
Also ich persönlich
finde es ziemlich schwer.
Immer wieder setzen sich die Automatismen durch und
leben sich selbst, drücken sich selbst aus, hinter dem Rücken meiner Bewusstheit. Bei mir selbst sind es vor allem körperliche Ereignisse, die im Handumdrehen alles
verschatten und plattwalzen und mich wieder und wieder in den Überlebensmodus zurückschubsen.
Wahrscheinlich hat mich genau darum die Aussage von Ganser so elektrisiert.
Wenn ich auf meine letzten Monate zurückschaue, kann ich nicht anders als zu konkludieren: da gibt es noch viel zu üben.
Schön, dass dein Blog wiedergeboren wurde ... Und dann auch noch mit einer so interessanten Reflexion, die von Ganser ausgeht. Liebe, Wahrheit und Mut sich anzunähern, halte ich auch für nicht einfach - noch dazu in einer Welt, die vielfach auf diese Werte gar nicht vorbereitet ist, was sich leider auch oft in der Reaktion auf Ganser widerspiegelt.
AntwortenLöschenDanke Dir.
AntwortenLöschenIch freue mich sehr, dass ich in Dir eine treue Leserin/einen treuen Leser habe und kann Dir schon mal erzählen, dass weitere Beiträge für die nächsten Montage in Vorbereitung sind bzw. jedenfalls Ideen dazu in meinem Kopf existieren. Liebe Grüße.