Mitte März bis 10. April 2020 täglich. Ab 11. April 2020 erscheinen die Beiträge jeden zweiten Tag. Ab Montag, 22. Juni 2020 immer Montag und Donnerstag abends. Ab Montag, 13. Dezember 2021 am Montagabend nach 22 Uhr.


Donnerstag, 19. August 2021

Heemtuin-Spaziergang

In der Fortsetzung meiner letzten Themen bleiben wir unterwegs in der Natur. Wie versprochen nehme ich Euch heute mit auf den Spaziergang durch den "Heemtuin" hier bei uns in der Nachbarschaft am Rande des Dorfes Muntendam. Man kann ihn von hier aus bequem mit dem Rad in etwa 20 Minuten erreichen. 

"Heemtuin" heißt sowas wie Hausgarten, und es versteckt sich hinter dem Namen ein großes, teils renaturiertes, teils ökologieverträglich bewirtschaftetes Gebiet, hauptsächlich ehemalige Acker- und Weideflächen. Direkt an den Heemtuin schließt sich ein Naturgebiet an, "Tussen de Venen", was soviel wie zwischen den Mooren bedeutet. Moore gibt es heute hier natürlicherweise keine mehr; alles weggegraben durch einstmals Torfgewinnung. Allerdings sind durch die Renaturierung wieder morastiges Stellen entstanden. 

Das gesamte Gebiet ist etwa 50 ha groß. Unser heutiger Spaziergang führt uns durch ca. die Hälfte, wobei ich nur sporadisch Fotos gemacht habe. Es ist durchaus noch genug Landschaft und Interessantes übrig, um vielleicht irgendwann noch ein weiteres Mal einen Foto-Spaziergang dort zu unternehmen.

Das Holzgebäude im Hintergrund ist die Imkerei


Historisch liegt der Anfang beim eigentlichen "Heemtuin", der auf dem Gebiet einer ehemaligen, baumumstandenen Schafsweide 1982 angelegt wurde. Heute existiert da ein immer dichter werdender, weitgehend sich selbst überlassener hauptsächlich Laubwald, es gibt ein Heidefeld und einen kleinen See. Man liest, dass da Sonnentau und Orchideen wachsen, ich bin ihrer aber noch nicht ansichtig geworden. Außerdem gibt es ein Obststück mit Hochstammfruchtbäumen alter Rassen und eine Imkerei.


 

 

Eine reichhaltige, bunte Vielfalt wilder, jetzt im Sommer blühender Pflanzen erfreut Herz und Sinne.


 

 

 

Unterm Apfelbaum laden Tisch und Bänke zum Verweilen ein.

 

 

Der Baumbestand im ältesten Teil der wiederangesiedelten Natur ist inzwischen ein richtiger, wunderbar schattiger und in diesem kühlen Sommer dichtbelaubter Wald geworden. Eine wunderbare grüne Oase, derer ich mir bis zum Besuch vor ein paar Wochen gar nicht so richtig bewusst war.

 

 

Die träumerische Seele findet hier alles, was das Herz begehrt.
So auch diesen verwunschenen Seerosenteich.

 

 

 

 

 

 

 

 




Das weitere Naturgebiet wurde Anfang der 90er Jahre des 20. Jahrhunderts angelegt; der Boden wurde abgegeraben, weniger nährstoffreich gemacht, außerdem wurde Relief in der Landschaft angebracht (Hügelchen und Niederungen) und wurden Teiche gegraben. 

 

 

 

 

Die Pionierpflanzen, die sich dort zuerst angesiedelt hatten, sind inzwischen abgelöst worden durch eine Heide- und Birkenvegetation. 

 


 

An anderen Stellen wird durch regelmäßige Beweidung mit Schafen dafür gesorgt, dass die Landschaft offen bleibt und nicht verwaldet. Man kann dort wunderbar spazieren und wandern, entspannen und die Natur genießen.




Oder wieder ein baumreicheres Stück aufsuchen und sich überraschen lassen, wohin die halb zugewachsenen Pfade führen.






Gleich macht der Pfad einen Schwenk nach rechts...

 

 

Und wir sind wieder in der offenen, wasserreichen Landschaft.

 

 

Seitlich des etwas höher gelegenen Pfades zwischen zwei großen Wasserflächen...

... Morast ...

mit seiner eigenen Schönheit.

 

 

 

 

 

 

Doch heute zieht es mich zurück in den Wald.
Dorthin, wo ich - wer weiß ? - Feen, Elfen, Faunen oder Zwergen begegnen kann.
Dorthin, wo diese Bank-Baum-Skulptur einlädt zu wunderbaren Träumen.





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