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Montag, 9. Oktober 2023

Lichtnetz


Literarischer Katzenkalender 2023, aktuelle Woche 41
Dieser Tage erinnerte ich mich – nicht von ungefähr – einer Meditation, die wir gemeinsam mit der Heilmeditationsgruppe von Steffen Lohrer vor einiger Zeit einmal gemacht haben: „Meditation auf das Netz aus Licht“. Steffen hatte sie offenbar nicht von youtube und lediglich in der Meditationsgruppe als Sprachnachricht geteilt, also kann ich leider keinen Link hier einstellen. Aber es gibt einige andere Meditationen, die aus derselben Tradition gespeist sind, zu finden hier und hier, zum Beispiel.

Im Lauf dieser Meditation ist die Rede von „den Großmüttern“, und ich wollte wissen, was genau es damit auf sich hat. Dass nicht direkt Deine und meine Großmütter gemeint waren, das war mir schon deutlich 😊

Bei meiner Recherche stieß ich auf diese Seite mit Informationen über eine Bewegung, auf die tatsächlich auch jene Lichtnetz-Meditation zurückgeht. Worum es dabei geht, hat die Betreiberin des youtube-Kanals, zu dem der zweite der oben genannten Links führt, wunderbar zusammengefasst:

Die Meditation über das Netz aus Licht wurde uns von den Großmüttern (aus den "Lehren der Großmütter" von Sharon McErlane) übergeben.
(…) Nutze sie, wann immer du dich mit dem Lichtnetz verbinden und es stärken möchtest.
Eine Prophezeiung der Hopi-Indianer besagt: „Wenn die Weisheit der Großmütter gehört wird, wird die Welt heilen.“ Die Großmütter sind gekommen und es treffen sich mehr als 200 Gruppen überall auf der Welt, um die Botschaft der Großmütter zu verbreiten und den Menschen zu zeigen, wie sie mit dem Lichtnetz arbeiten können. „Alles im Universum“ , sagen die Großmütter, „wird vom Lichtnetz unterstützt und es wird die Erde in der Zeit des Wandels, in der ihr jetzt lebt, festhalten.“ Sie bitten uns nachdrücklich: „Arbeitet mit dem strahlenden Netz, um so alles Leben zu unterstützen."
Hier nun der Text jener Meditation, die ich durch Steffen Lohrer kennengelernt habe, und die mir immer wieder gut tut. Ergänzt durch einige Passagen aus einer der anderen Meditationen.

Das Licht, welches das Netz erhellt, entspringt im Herzen eines jeden. 

Setze oder lege Dich ganz bequem hin.
Schließe Deine Augen und entspanne Dich. Fühle Dich vom Stuhl oder Deiner Unterlage unterstützt, getragen und gehalten.
Um das Netz aus Licht zu erleben, denke Dir, oder imaginiere, oder empfinde einfach ein funkelndes Lichtnetz. Wie ein großes Fischernetz, das die ganze Welt bedeckt.
Nimm wahr, dass Du darin eingebunden bist. Ein Lichtpunkt im Netz.
Fühle … spüre … sieh … oder stelle Dir Deine Verbindung vor.
Wenn Du Deine Verbindung herstellst, wirst Du Dir der Lichtstränge gewahr, die sich auf der ganzen Erde von Mensch zu Mensch bewegen.
Es ist diese Verbindung, die dieses Netz oder Gewebe schafft.
Bleibe bei diesem Gedanken, diesem Bild, und beobachte Deine Antwort darauf.
Wie bist Du mit dem Netz verbunden?
Wo ist Dein Platz?
Hinterfrage Deine Beobachtungen nicht. Beobachte nur.
Dir das Bild des Netzes auszumalen, kann seinen Anblick klarer machen.
Schau, wie Du das Licht aus Netz erlebst.
Oder stelle Dir Deine Verbindung vor.
Da Deine Energie immer dorthin geht, wohin Du Deine Gedanken schickst, genügt es, an das Netz zu denken, um es ins Leben zu rufen.
Um Deinen Platz im Netz aus Licht zu aktivieren, atme sein Licht vier oder fünf Atemzüge lang ein. Spüre – oder denke an – Deinen Platz im Netz, wenn Du atmest und nimm wahr, wie Dein Körper reagiert.
Wenn das Bewusstsein für Deinen Platz im Netz erwacht und sich stabilisiert, kannst Du das Sprudeln dieses leuchtenden Netzes spüren, wie es sich durch die Adern Deines Körpers bewegt, Du kannst erleben, wie Licht sich in Dir bewegt. Denn das Netz ist sowohl in dir wie außerhalb von Dir.
Du bist ein Teil davon, so wie es ein Teil von Dir ist.

Die Reaktionen auf das Netz aus Licht sind wunderschön.
Einige spüren Licht, das ihren Körper erleuchtet.
Einige fühlen Freude oder Frieden.
Während die meisten sich durch diese Verbindung geliebt und erfüllt fühlen.

Ganz gleich, was Du erlebst, wenn Du an das Netzt denkst, und sobald Du Deinen Platz darin aktivierst, bist Du Teil davon.
Das Licht, das das Netz erhellt, entspringt im Herzen eines jeden.
Das Netz wird von dem Juwel erleuchtet, der jeder einzelne ist.
Alle, die an dieser Meditation teilnehmen und Liebe und Unterstützung in das Netz geben, werden Teil des fortwährenden Flusses von Geben und Empfangen von Licht.
Das Licht, das über die Stränge des Netzes ausgestrahlt wird, kehrt Durch die Sinne schnell zum Sender zurück.
Euer Herz entscheidet sich, Licht zu erzeugen. Dies wird dann durch die Stränge des Netzes in die Welt geleitet.
Danach sind es Deine Augen, Deine Ohren und Dein Atem, die Dir das Geschenk des zurückkehrenden Lichtes bringen.
Denke daran, Licht aus Deinem Herzen durch die Stränge des Netzes zu senden und nimm wahr, wie Liebe und Licht Deinem Gedanken folgen und in die Welt gehen.
Du bist mächtiger, als Du Dir je hast träumen lassen.
Es ist Dein eigenes Herz, welches das Licht dieses Netzes erzeugt.
Und Dein Denken an die Verbindung mit dem Lichtnetz, das es überträgt.
Das Senden von Licht durch das Netzwerk geschieht mühelos.
Kaum denkst Du daran, schon breitet das Licht sich aus.
Erlebe die Übertragung von Licht über das immer heller leuchtende Netzwerk, das Du erweckst und trägst, und das wiederum Dich trägt.
Du bist Teil des Lichtnetzes. Eines lebenden Systems, das die Erde trägt.
Es ist Euer Herz, welches das Licht dieses Netzes erzeugt.
Und Euer Herz, das mit jedem Herzschlag Licht pumpt, das es ausstrahlt.

Wenn ihr Euch entscheidet, durch Eure Herzen zu geben, werdet Ihr durch Eure Sinne empfangen.

Und durch diese Meditation im Netz aus Licht wird sich viel Gutes auf der ganzen Welt vervielfachen.
Gemeinsam, im Licht, breiten wir das Lichtnetz für die menschliche Familie aus und bitten darum, daß das Lichtnetz dort, wo Leid, Entbehrung und Kampf, Angst und Trauer und Zorn herrschen... tief eindringt.
Möge jede Frau, jeder Mann und jedes Kind erhalten, was sie am meisten brauchen.
Wir breiten das Lichtnetz für alle Führungskräfte dieser Welt aus.
Wir breiten es für all diejenigen aus, die sich alleine und entfremdet fühlen - auf daß sie wissen mögen, daß wir alle tief miteinander verbunden sind – in Liebe und Licht.
Wir breiten es für all die aus, die bereits gelebt haben und die, die noch geboren werden. Mögen alle immerdar in dieser Umarmung der Liebe und des Lichts gehalten werden.
Wir breiten das Lichtnetz für die Tierwelt aus und bitten darum, daß jedes Tier das erhalten mag, was es am meisten benötigt.
Wir breiten es für die Pflanzenwelt aus.
Und für das Mineralreich.
Wir breiten es für alles Leben aus und bitten darum, daß sein Segen überall hin fließt.
Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein.
Mögen alle Wesen in allen Welten in der Liebe sein.
Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein.
Om.
Frieden. Frieden. Frieden.

 
 

 

Montag, 9. Januar 2023

Zum Neuen Jahr

Free clipart von https://pixabay.com

Jetzt haben wir die erste Woche des neuen Jahres bereits gelebt. Wie sie für Euch wohl war?

Bei mir ist eigentlich alles so weitergegangen, wie es vor dem Jahreswechsel auch schon war. Mit allen Herausforderungen, die das Leben zur Zeit für mich bereit hält. Da habe ich einiges zu knabbern, weiterhin.
Aber es heißt ja, dass wir keine Herausforderungen auf den Weg serviert bekommen, die wir nicht auch bestehen können. Oder, anders gesehen – meine Seele hat  sich für diesen Weg entschieden.

Manchmal wüsste ich allerdings gerne, was sie sich dabei gedacht hat.

Als Ermutigung für mich – und vielleicht auch für Euch – habe ich uns heute einen wunderschönen Text von Marion Elend, mitgebracht.
Sie hat ihn zum Jahresbeginn am 1. Januar auf ihrem Telegram-Kanal "Aufwachperlen" geteilt.

Eure Neugeburt ist das, was ist

Wir nennen sie Neu,
denn sie ist so viel großartiger als alles Bisherige. Neuer, grösser, heiler, allumfassender als eine Wiedergeburt es sein könnte.

Lasst es euch auf der Zunge zergehen.
Nicht ein Neues Jahr,
nicht eine neue Aera,
eine Neugeburt wird euch geschenkt.

Das heile, vollkommene Wesen, das ihr seid, als dieses dürft ihr euer Leben fortführen.
Zwei Erdenkapitel in einem.
Kapitel, die derart nie zuvor erfahren werden konnten.

Ihr dürft es leben.
Ihr habt das grosse Los gezogen.
Die Erfahrung aller Erfahrungen, sie wird euch zuteil.

Euer JA gabt ihr bereits vor diesem Leben. Das Unendliche, die Quelle, sie kennt euer JA bereits.
Nun erinnert euch.

Gebt euer JA ins Leben, als das bewusste Schöpferwesen, das ihr seid.
Gebt eure Zustimmung erneut mitsamt eurem JA zu eurem Platz auf Erden.
Ein JA zu eurer Rolle im Wandel und ein JA zu eurer Rolle auf der Neuen Erde, für die ihr alles mitbringt.

Ihr bringt euch mit.
Ihr bringt eure Gaben mit, euren Mut, eure Kraft, eure Visionen, schlicht den einen perfekt-einmaligen Ausdruck des AllEinen, den nur ihr dem Neuen schenken könnt.

Eure Neugeburt ist das, was ist.

Eine Geburt, in der ihr alles seid.
Mutter, Kind und Schöpfer zugleich.
Neues Leben durch euch erschaffen.
Neues Sein durch euch in die Welt gebracht.

Seid aktiver Teil dessen
und gleichzeitig - lasst es geschehen.

Das neue Wesen, als das das Leben euch sehen will, es muss nicht wissen. Es darf sein. Es darf und soll Wu-wei leben. Aus dem Nichtstun handeln. Erspüren, was das Leben als Ausdruck durch euch leben möchte - im Bewusstsein, dass ihr das Leben seid.

Sagt Ja zu euch als Führende und zu Führende.
Lasst euch, euer neues Wesen, euer neues Sein in menschlicher Form, lasst es von eurem SeelenSelbst, von dem Bewusstsein, in welchem stets eine göttliche Ordnung herrscht, lasst dies euch führen hin zu einer jeden Aktion und lasst dies euch führen hin zu einer jeden Nicht-Aktion, hin zur Hingabe, in der empfangen werden kann, was gegeben werden möchte.

Das ist das Neue, das euch erwartet,
das auf euch wartet,

das auf euer Ja wartet.

Ein Weg, auf dem wir euch zur Seite stehen. Wir bestärken euch, in einem jeden Moment.

Wir sind das Neue, die neue Lebendigkeit, die ihr seid, und die zu jeder Zeit euch in Liebe willkommen heisst.

Freudig und liebend,
bedingungslos liebend
schreitet voran.

Eure Neugeburt ist das, was ist
und euer Sein ist grenzenlos.

Montag, 30. August 2021

Opa strickt

Gestern am späten Abend flatterte mir eine kleine Geschichte aufs Handy. Geteilt von einer lieben Freundin. Diese Geschichte kam wie gerufen. Ein kleiner, rettender Engel zur Nacht. Nach all den unerquicklichen Nachrichten und Informationen der letzten Zeit – angefangen bei dem, was in Afghanistan passiert bis zu den neuesten Säuen, die in C-Land durchs Dorf getrieben werden wie die Tatsache, dass man in Hamburg nur unter g-g-g-Bedingungen live wählen darf und die Idee der Kanzlerin, in allen Fernzügen demnächst auch nur noch g-g-g zuzulassen, selbst wenn ihre Minister dagegen sind – konnte ich wirklich eine Aufmunterung gebrauchen. Voilà!

Wir stricken unsere Realität…

„Opa, kann ich dich fragen, warum ich dich jeden Nachmittag auf dieser Bank auf dem Platz sitzen sehe und du in Richtung Sonne lächelst?“
Der alte Mann senkte langsam den Kopf, hielt kurz inne, sah ihn mit großer Zärtlichkeit an und antwortete mit großem Frieden: "Ich stricke".

Der Junge lächelte. "Wie strickt man ohne Wolle und Nadeln Großvater?"

"Ich stricke Realitäten", sagte der alte Mann.

"Es mag so aussehen, als würde ich hier nichts tun", fuhr er fort, "aber indem ich ruhig bleibe, lasse ich mein Herz eine harmonische Umgebung schaffen. Ich segne auch alle, die an diesem Platz vorbei kommen, mit meinen Gedanken und Absichten, damit sie den besten Tag haben. So stricke ich. Ich grüße sie immer mit Liebe, ich lächle sie offen an, und wenn ich sie traurig sehe, hebe ich meinen Stock und sage: Komm schon, das wird schon wieder. Ich bitte auch die Vögel mir dabei zu helfen, ihnen Kraft durch ihren Gesang zu geben, weil ihre wunderbaren Klänge revitalisieren und heilen".

Der Junge war absolut erstaunt. Er konnte nicht glauben, was er hörte.

"Bei dieser leuchtenden Aufgabe, der Erschaffung einer harmonischen Umgebungen beizutragen, bin ich nicht alleine", bemerkte der Alte. Er breitete seine Arme aus und rief:

„Sieh dir die Schönheit an, die die Bäume ausstrahlen. Rieche den wundervollen Duft, den die Blumen mit uns teilen, ohne etwas dafür zu verlangen. Schau dir die unermüdliche Arbeit dieser Bienen an und sieh, wie frei die Hunde spielen. Fühle, wie der Wind dich streichelt. Die Existenz strickt auch, auf ihre Art. In meinem Fall stricke ich gerne mit Lichtfäden, deshalb öffne ich jeden Nachmittag mein Herz, damit die Sonnenstrahlen eintreten, mich streicheln und sich zusammen mit meinen reinsten Gefühlen auf dem Boden verankern, damit Mutter Erde spürt, wie sehr ich sie liebe".

Schließlich betonte der alte Mann: „Egal wie alt wir sind, wir alle können dazu beitragen, den Stoff
einer bewussteren, sensibleren, solidarischen und menschlicheren Welt zu weben, indem wir unsere besten Absichten über die Grenzen hinaus reisen lassen. Wir können auch viel Liebe ausstrahlen, damit sich Wunden schließen, Herzen öffnen und jeder sein maximales Potenzial erreicht, um die transformierende Kraft einfacher Dinge zu entdecken".


 

Die Augen des Jungen begannen zu leuchten. Und in diesem Moment flüsterte der Junge dankbar: „Ich gehe nach Hause Opa. Ich muss das alles meiner Mutter erzählen, denn sie, die zu den Menschen gehört, die ich am meisten liebe auf dieser Welt, strickt immer noch mit Wolle und Nadeln".

 -Julio Andrés Pagano -

Donnerstag, 19. August 2021

Heemtuin-Spaziergang

In der Fortsetzung meiner letzten Themen bleiben wir unterwegs in der Natur. Wie versprochen nehme ich Euch heute mit auf den Spaziergang durch den "Heemtuin" hier bei uns in der Nachbarschaft am Rande des Dorfes Muntendam. Man kann ihn von hier aus bequem mit dem Rad in etwa 20 Minuten erreichen. 

"Heemtuin" heißt sowas wie Hausgarten, und es versteckt sich hinter dem Namen ein großes, teils renaturiertes, teils ökologieverträglich bewirtschaftetes Gebiet, hauptsächlich ehemalige Acker- und Weideflächen. Direkt an den Heemtuin schließt sich ein Naturgebiet an, "Tussen de Venen", was soviel wie zwischen den Mooren bedeutet. Moore gibt es heute hier natürlicherweise keine mehr; alles weggegraben durch einstmals Torfgewinnung. Allerdings sind durch die Renaturierung wieder morastiges Stellen entstanden. 

Das gesamte Gebiet ist etwa 50 ha groß. Unser heutiger Spaziergang führt uns durch ca. die Hälfte, wobei ich nur sporadisch Fotos gemacht habe. Es ist durchaus noch genug Landschaft und Interessantes übrig, um vielleicht irgendwann noch ein weiteres Mal einen Foto-Spaziergang dort zu unternehmen.

Das Holzgebäude im Hintergrund ist die Imkerei


Historisch liegt der Anfang beim eigentlichen "Heemtuin", der auf dem Gebiet einer ehemaligen, baumumstandenen Schafsweide 1982 angelegt wurde. Heute existiert da ein immer dichter werdender, weitgehend sich selbst überlassener hauptsächlich Laubwald, es gibt ein Heidefeld und einen kleinen See. Man liest, dass da Sonnentau und Orchideen wachsen, ich bin ihrer aber noch nicht ansichtig geworden. Außerdem gibt es ein Obststück mit Hochstammfruchtbäumen alter Rassen und eine Imkerei.


 

 

Eine reichhaltige, bunte Vielfalt wilder, jetzt im Sommer blühender Pflanzen erfreut Herz und Sinne.


 

 

 

Unterm Apfelbaum laden Tisch und Bänke zum Verweilen ein.

 

 

Der Baumbestand im ältesten Teil der wiederangesiedelten Natur ist inzwischen ein richtiger, wunderbar schattiger und in diesem kühlen Sommer dichtbelaubter Wald geworden. Eine wunderbare grüne Oase, derer ich mir bis zum Besuch vor ein paar Wochen gar nicht so richtig bewusst war.

 

 

Die träumerische Seele findet hier alles, was das Herz begehrt.
So auch diesen verwunschenen Seerosenteich.

 

 

 

 

 

 

 

 




Das weitere Naturgebiet wurde Anfang der 90er Jahre des 20. Jahrhunderts angelegt; der Boden wurde abgegeraben, weniger nährstoffreich gemacht, außerdem wurde Relief in der Landschaft angebracht (Hügelchen und Niederungen) und wurden Teiche gegraben. 

 

 

 

 

Die Pionierpflanzen, die sich dort zuerst angesiedelt hatten, sind inzwischen abgelöst worden durch eine Heide- und Birkenvegetation. 

 


 

An anderen Stellen wird durch regelmäßige Beweidung mit Schafen dafür gesorgt, dass die Landschaft offen bleibt und nicht verwaldet. Man kann dort wunderbar spazieren und wandern, entspannen und die Natur genießen.




Oder wieder ein baumreicheres Stück aufsuchen und sich überraschen lassen, wohin die halb zugewachsenen Pfade führen.






Gleich macht der Pfad einen Schwenk nach rechts...

 

 

Und wir sind wieder in der offenen, wasserreichen Landschaft.

 

 

Seitlich des etwas höher gelegenen Pfades zwischen zwei großen Wasserflächen...

... Morast ...

mit seiner eigenen Schönheit.

 

 

 

 

 

 

Doch heute zieht es mich zurück in den Wald.
Dorthin, wo ich - wer weiß ? - Feen, Elfen, Faunen oder Zwergen begegnen kann.
Dorthin, wo diese Bank-Baum-Skulptur einlädt zu wunderbaren Träumen.





Montag, 26. April 2021

Eine Kerze anzünden

Matthias Stom (1615 - 1649), Junger Mann, bei Kerzenlicht lesend
Quelle: Wikimedia Commons, public domein

ist besser, als über die Dunkelheit zu klagen.
Dieser Spruch ist mir in den Sinn gekommen, als ich über ein Thema für den heutigen Abend nachdachte. Es gäbe so Vieles, das mir auf der Seele liegen könnte von dem, was gerade im Außen passiert. Das geänderte Notstandsgesetz – ähm… Infektionsschutzgesetz zum Beispiel gäbe durchaus allen Anlass dazu. Und. Und. Und.

Aber es gibt auch viele Glücksmomente. Mein langes, langes Telefongespräch heute am Vormittag mit meiner besten Freundin aus Schulzeiten hat ganz viele Glücks- und Verbundenheitsgefühle in mein Leben gebracht. Und den Schwung, heute Abend eine gedankliche Kerze anzuzünden.

Inspirieren lasse ich mich durch das Interview, das Jennifer Trümper im Rahmen des Evolutionskongresses mit Thomas Young geführt hat.

Ich reihe ein paar der Impulse an einander, die ich dem enorm berührenden und inspirierenden Interview entnommen habe.

Das Wesentliche der Arbeit von Young ist die Öffnung des Herzzentrums, das Meditieren mit Herzmeditationen. Auf seiner Website schreibt er u.a. darüber:

"Das Herz birgt ein Geheimnis, das größer ist als alle Geheimnisse aller Kulturen der Menschheit. Die großen Weltreligionen und Mysterien-Schulen haben in ihrem innersten Kern einen Herzraum, der nur Eingeweihten zugänglich ist. Das Herz und das Selbst sind eins. Es ist das spirituelle Herz, die Mitte, der Wesenskern. Es ist das Zentrum, in dem die persönliche Transformation stattfindet und sich die oberen und unteren Chakren verbinden. Himmel und Erde finden im Herzen zusammen. Das Herz lernt durch Berührung. Es schließt nichts aus, insbesondere nicht den Humor. “Humor ist ein Königsweg zur Transformation. Er setzt einen transpersonalen Standpunkt voraus und betrachtet das Endliche vom Unendlichen. Wer das herzliche Lachen der heiligen Narren vernimmt, hört ihn sofort, den Klang der Freiheit. Er kommt aus heiterem Himmel."

Im Interview erzählt er von den vier Herzqualitäten, die es gilt als Energie jeden Tag neu in das eigene Leben einzuladen, mit denen sich täglich neu zu verbinden enorm wichtig ist:

  • Mitgefühl
  • innere, angeborene Harmonie, Frieden
  • Kraft, zu segnen und zu heilen
  • bedingungslose Liebe

Die Meditationen mit meiner virtuellen Meditationsgruppe gehen in die gleiche Richtung, es verstärkt einander. Und bringen tatsächlich den genannten inneren Frieden. Nicht immer. Aber immer öfter. Und für immer längere Zeit.

Ein im Interview genanntes Zitat von Carlos Castaneda, der wiederum seinen schamanistischen Lehrer Don Juan zitiert, das ich mir sicher in einem der Bücher von Castaneda 'damals' in den späten 70ern schon angestrichen habe - kann ich leider momentan nicht nachprüfen, die Bücher stehen in Frankfurt -, hat mir auch sehr gefallen:

"Viele Wege führen in den Busch. Manche enden vor dem Busch, andere führen ins Nirgendwo. Entscheidend ist, ob einer dieser Wege ein Herz hat. Hat er ein Herz, schaust Du irgendwann zurück auf Dein Leben, erfüllt und in Freude. Hat er kein Herz, wird es Dich Dein Leben verfluchen lassen."

Young ermutigt:
Wenn ich mich entschieden habe, diesen Weg des Herzens zu gehen, mag sein, dass ich mal off bin. Vom Weg abkomme. Dann schaue ich, dass ich ihn zurückfinde, wieder auf den Weg komme.

Es mag auch sein, dass mir Fehler unterlaufen. Das spielt keine Rolle.
Es mag sein, das ich aus der Zentrierung falle. Dann sehe ich zu, dass ich mich wieder zentriere.

Mag sein.., mag sein.., mag sein… Es geht nicht um Perfektion.

Sondern es geht darum, dass ich mit meinem Herzen maximal meinen Weg in Liebe, in Selbst-Liebe auch, mit Zuversicht, freudvoll gehe.
Egal, wie die Umstände sind.

Das Leben, das wir haben, ist ein Geschenk, das wir bekommen haben.

Es geht auch um kein "Soll" und kein "Muss".

Es geht darum, das Leben maximal zu leben und dies Geschenk in der größten Fülle anzunehmen. Darum, das eigene Talent, den eigenen Heiligen Traum der Seele in sich zu spüren.
Auszudrücken.

Zu den Menschen zu bringen.

Das zu werden, was Du im innersten Wesenskern bist.

Na, dann los!

Donnerstag, 23. Juli 2020

Liebe löst Angst auf



Vor ein par Tagen erreichte mich ein Newsbrief des Verlages Hay House in Kalifornien.
Darin war eine Meditation von Louise L. Hay abgedruckt, die wunderbar zur derzeitigen Situation passt. Noch immer, immer wieder neu probieren  Politiker jeglicher Couleur, die Angst der Bevölkerung zu schüren. Aktuell wird die Panik hier in den Niederlanden hochgetrieben, weil die Anzahl der postitiv Getesteten angeblich besorgniserregend ansteigt. Aktuell sind im Landesdurchschnitt 0,9 Personen auf 100.000 Einwohner positiv getestet, im 'Hotspot' Rotterdam 3 auf 100.000.
Und schon wird von Seiten mancher Leute drohend mit Masken geschwenkt... Maskenzwang als Bestrafung für zu lebendiges, für angstfreies Verhalten der Bevölkerung, wobei das regionale Ins-Kraut-Schießen einiger junger Menschen gleich als Bedrohung für das gesamte Land gesehen wird...

Da kam dieser Meditationstip aus dem Buch "Meditations to heal your life" gerade zum richtigen Zeitpunkt. Er erinnert daran, dass die Entscheidung für Liebe, in jedem Moment möglich,  zum Auflösen der panikartigen Angst führen kann.
Der Newsbrief ist englischsprachig, ich habe den Text frei ins Deutsche übertragen.



 Jeden Moment aufs Neue haben wir die Möglichkeit, zwischen Liebe und Angst zu wählen. In Momenten der Angst erinnere ich mich an die Sonne. Sie scheint immer, selbst wenn Wolken sie zeitweise verschleiern.

Die Eine Unendliche Kraft lässt, genau wie die Sonne, ihr Licht allzeit auf mich scheinen, selbst wenn einmal Wolken aus negativen Gedanken sie verschleiern mögen.
 

Ich wähle, mich an das Licht zu erinnern. Im Licht fühle ich mich sicher. Und wenn die Ängste auftauchen, entscheide ich mich dafür, sie als vorbeitreibende Wolken am Himmel zu betrachten, und ich lasse sie ziehen.








Ich bin nicht meine Ängste. Ich kann gefahrlos ohne ständige
Selbstbeobachtung und Selbstverteidigung leben.









Ich weiß, dass es sehr wichtig ist, was wir in unseren Herzen denken und fühlen, darum beginne ich jeden Tag damit, dass ich in die Stille gehe und mich mit meinem Herzen verbinde. 







Wenn Angst aufkommt, öffne ich mein Herz und lasse die Liebe die Angst auflösen.

Freitag, 29. Mai 2020

Chancen und Nebenwirkungen


Ich schaue einen Monat zurück, nehme mir Notizen vor, die ich am 25. April gemacht habe zu einem Online-Vortrag von Felix Kuby: "Was Corona mit uns macht".  Kuby hat das Video bereits im März aufgenommen. Es ist also wirklich ein Rückblick in die Anfangsphase dieser Krisenzeit.

Das Wichtigste ist: du gehst nicht in Resonanz und arbeitest mit Dir selbst.
Die Frage ist: wo ist die Brücke zwischen der Corona-Panik und den Problemen, die du vielleicht schon vor Corona bearbeitet hast? Corona wirkt wie ein Katalysator. Bringt nochmal mehr Energie in die Probleme hinein, die man sowieso schon hat.
Corona dramatisiert. Und das ist gut. Denn dadurch, dass es dramatisiert, suchen wir schneller nach
Lösungen.

Die Herausforderung ist: Lernen, in die eigene Kompetenz zu kommen. Die Panik, der Druck, drängen uns dazu, zu lernen. Die Seele weiß, was man braucht. Intuition vertrauen. Rechte Gehirnhälfte (die nicht-analytische).

Schau hin, was der Vorteil für Dich in der Situation ist, so wie sie jetzt ist. Was bringt sie Dir?
Schau NICHT auf das, was Dir jetzt fehlt. Schau auf das, was Du jetzt gewinnst.


Das hat es noch nie gegeben: Alle Menschen reden gerade vom selben. Der ganze Globus redet jetzt vom selben Problem.
Schau nach der geistig-seelischen Dimension von all dem, was gerade passiert.

Wenn Du jetzt noch das Wort "Problem" durch "Projekt" ersetzt, hast Du gute Chancen, was draus zu machen.

Am gleichen Tag schaute ich ein Video von Anselm Grün, auch zum Thema Leben in Zeiten des C-Virus. Ähnliche Gedanken:
Die Widrigkeit durchbricht meine Pläne vom Leben. Aber wenn ich diese Pläne durchbrechen lasse, dann werde ich vielleicht auch aufgebrochen für neue Möglichkeiten.
Bist Du von Lustlosigkeit gepackt – lebe Dein Leben selber, pack es an, lasse Dich auf die jetzige Gegenwart ein.

Ganz lange habe ich diese Wochen auf genau diese von Kuby und Grün umrissene Weise betrachtet und gelebt. Immer wieder neu geschaut zu lernen, mit mir, mit den Umständen gut um zu gehen.

Jetzt merke ich, dass scheinbar allerorten die Meisten nach nichts mehr gieren als danach, 
alles wieder so zu haben, wie es vorher war. Mit 1,50 m Abstand dann halt, und schlimmstenfalls auch mit Maskierung. Aber – bitte zurück zum alten Leben! Nix neue Chancen. Nix grundlegende Veränderung unserer Art und Weise des Lebens. Für viele scheint das Wichtigste zu sein: kann ich meine geplante Urlaubsreise im Sommer machen? Wieder Fliegen. Wieder Umweltausbeutung. Wieder Luftverschmutzung. Für persönliches, kurzfristiges Vergnügen.

Davon fühle ich mich enttäuscht. 
Haben die denn alle die Botschaft nicht gehört, die in dieser ganzen Sache liegt?
Es zieht mich runter. Macht mich traurig.
Sollte die Menschheit wirklich aus all dem keinerlei Konsequenzen ziehen?
Außer natürlich der, einander nur noch verschleiert zu begegnen und die Nähe anderer Menschen zu meiden?

Was mich an all dem mit am meisten erschreckt, ist, wie schnell und sang- und klanglos die Bevölkerung sich offenbar an die sogenannte "neue Normalität" gewöhnt hat.
Noch viel mehr erschreckt hat mich, mit welcher Gewalt die Staatsmacht auftritt gegen die, die öffentlich die Meinung von Wissenschaftlern und Ärzten vertreten, die eine vom RKI abweichende Meinung vertreten. Ebenso hat mich erschüttert, dass die Grünen bei der Abstimmung über das neue sogenannte "Schutzpaket" am 14. Mai nicht dagegen gestimmt, sondern sich nur enthalten haben. Trotz all der darin enthaltenen Blanko-Ermächtigungen, auf dem Verordnungsweg am demokratischen Prozess vorbei einschneidende Maßnahmen festlegen zu dürfen. Bis hin zur Impf-Plicht. Das ist ein Armutszeugnis, das mich depressiv macht.

Offenbar funktioniert die Massenseele so, dass, wenn genug Angst und Panikmache ausgestreut und dauerhaft angefeuert werden – die Bundeskanzlerin gestern: "wir leben am Anfang der Pandemie" – Menschen zu Vielem bereit sind in der Hoffnung, dass der Kelch dessen, das die Panik verursacht hat, an ihnen vorübergeht.
Ich selbst bin davon nicht ausgeschlossen.
Schwanke noch immer hin und her zwischen Zuversicht und Über-Vorsicht.

Immer mehr begreift mein Inneres zwar, dass das Ganze ein MENTALES Problem ist.
Aber der andere Teil des Inneren, physiologisch im Hirnstamm festzumachen, der Überlebenswille, gepaart mit dem Wittern von Bedrohung allüberall, schreit aus seinem vermeintlich sicheren Versteck heraus Zeter und Mordio.

Und so sagen wir ein Essengehen mit einem befreundeten Paar ab, wegen meiner Bedenken bezüglich 'Aerosolen' im Raum, ich kenne das Restaurant nicht und weiß nicht, wie die Klima-Verhältnisse dort sind. Bedenken auch, weil niemand weiß, wie gesund Bedienungen und Küchenpersonal sind, wer zwischen Kochtopf und unserem Tisch aufs Essen geatmet, gehustet, geniest hat. Oder wie sauber die Hände der Bedienung wirklich sind.
Aber auch: ich freue mich, dass wir hier in den Niederlanden frei herumlaufen und unmaskiert einkaufen dürfen. Und ich nutze die Freiräume. Manchmal.
Aber auch: ich lausche nach jedem Hüsterchen, habe Angst, mich 'zu verkühlen' und nehme meine chronische Nebenhöhlensache, die mich seit Jahrzehnten begleitet, intensiver wahr als je. Immer mit der Furcht...

In den ganzen nunmehr 67-und-ein-bisschen Jahren, die ich nun hier auf dieser Erde verbringe, habe ich wohl noch nie eine Situation mitgemacht, in der ich so sehr täglich, stündlich, minütlich aufgefordert bin, bewusst meine Einstellung zu überprüfen und nötigenfalls zu korrigieren.
Adieu Autopilot!

Viel gelesen