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Montag, 30. November 2020

Geee-sund-heit!

Eines ist sicher: wir werden nie mehr gleichgültig und selbstverständlich mit Husten und Niesen umgehen können. Nicht mit dem unserer Mitmenschen. Nicht mit dem eigenen. Das wurde mir bewusst, als ich mich an einem der vergangenen Tage an einen meiner nächtlichen Träume erinnerte.

Diese herrlich volle Kirche stammt aus dem Online-Adeventskalender 2017 der Deutschen Welle, Törchen 16
Schlafgeträumt also – saß 'ich' in einer dicht besetzten Kirche, und noch immer strömten weitere Menschen herein. Vorne wurden die Lieder angekün-digt, die von der  Organistin gespielt und von den Menschen gesun-gen werden sollten. Lauter 'Neue Geistliche Lieder'; für die, denen das was sagt.
"Singen – ja darf man das denn wieder?" dachte ich. "Oder meint er (der Sprecher am Mikrofon) Mit-Summen, wenn er Singen sagt?"

'Ich' war mir völlig unsicher, was denn jetzt erlaubt sei. Freute mich einerseits unbändig darauf, endlich wieder mit voller Stimme in Gemeinschaft zu singen. Andererseits hatte mein Traum-Ich eine unbestimmte Riesen-Angst vor all den herumfliegenden Tröpfchen.

In meine Bank drängelte sich ein jüngerer Mann, ca. Mitte 30 und strohblond, hochgewachsen, lautfröhlich, Modell "was kostet die Welt", das Ganze vermischt mit ungepflegtem Weltenbummlertum. Er ließ sich direkt neben mir fallen. Unruhig herumzappelnd, kramte er hier und kramte da in seinen diversen Jackentaschen. Und dann auf einmal nieste er. Laut, heftig, geradeheraus und ohne Hand oder Ellenbogen, geschweige denn ein Einwegtaschentuch vor Mund und Nase. "Hoppla!" rief er danach laut und provozierend. Er schniefte kräftig und fragte dann lautstark: "Hat vielleicht jemand ein Taschentuch für mich?". Und schniefte theatralisch weiter.

Mein Traum-Ich gruselte sich (hatte wohl kein Taschentuch zum Weitergeben?), versuchte, so weit wie möglich abzurücken, und Panik breitete sich in mir aus. Was, wenn… das Niesen kein normales Niesen war??? Ich versuchte, meine linke Nachbarin zu animieren, mehr nach links zu rücken, da war noch Platz. Sie aber blieb stoisch sitzen. In meinem Traum-Ich breitete sich die Panik immer weiter aus. Es versuchte, das Atmen einzustellen, fand es furchtbar, so dicht an dicht mit fremden Menschen sitzen zu müssen, und stand schließlich auf, um sich einen anderen Platz zu suchen.

Das gelang dann auch. In einem wesentlich weniger dicht besetzten Teil der Kirche. Lauter ältere Frauen um das geträumte Ich herum, klein und mager, in altmodischen Altfrauenkleidern, mit dünnem Grau-Haar, das zu Knerzchen geflochten war.

Diese Karikatur von Gerard Hoffnung habe ich auf dieser Webiste gefunden
Der Gottesdienst nahm seinen Lauf. Dann wurde das Bonhoeffer-Lied "Von guten Mächten" angekündigt. Völlig unerwartet begonnen die Frauchen um 'mich' herum absolut begeistert und lauthals mitzusingen.
Das geträumte Ich hingegen traute sich nur zu Summen.

Und wurde vom kalten Grausen gepackt angesichts all der Aerosole, die hier nun herumschwirren mussten, vor den inneren Augen sichtbar gemacht wie in den Filmen mit den Aerosol-Versuchen in diesem Frühjahr.

So viel zur Freude am gemeinsamen Singen.
Aber auch zur Angst vor dem niesenden oder hustenden Mitmensch.

Leute, die auffallend und ungeschützt um mich herum niesten, husteten oder taschentuchlos schnieften, fand ich schon immer unangenehm und unappetitlich. Jetzt allerdings stellt sich schnell ein Gefühl von Bedrohlichkeit ein. Wer weiß, was sie einem anhängen...

Vielleicht sollte man das "Gesundheit!"-wünschen nach dem Niesen eines Mitmenschen wieder einführen. Das aus mir unerfindlichen Gründen vor einigen Jahren plötzlich überall als "unhöflich" etikettiert und abgeschafft wurde. Von wem ging das eigentlich aus? Was genau ist daran unhöflich, wenn man einander wünscht, gesund zu sein?

Die Begründung, die ich gehört habe, lautet, dass es überholt sei. Denn es sei ja zu Zeiten der Pest eingeführt worden, da lautstarkes Niesen zu deren ersten Symptomen gehört habe. Darum wünschte man sich gegenseitig beim Niesen "Gesundheit!" – was so viel bedeuten sollte wie: mögest Du frei von der Pest bleiben! Oder auch: möge ich frei von der Pest bleiben!

Wahrscheinlich hätte man diesen Brauch besser nie abgeschafft.

Freitag, 10. Juli 2020

Atmosphärisches

.... sorry, wieder einen Tag zu spät...

Zeil bei Wiedereröffnung der Kaufhäuser




Nach beinahe vier Wochen in meiner Heimatstadt wird mir immer wieder neu und immer deutlicher bewusst, was mir gleich am Anfang aufgefallen war: das Klima auf den Straßen und zwischen den Menschen hat sich verändert.
 
Viele Freizeitbeschäftigungen sind nach draußen verlegt, darauf bin ich schon eingegangen. Das ist wirklich etwas Schönes, und das bringt atmosphärisch einen Ausgleich.

Afterwork open air freitags am Friedberger Platz
vor Corona
Aber es ist auch viel, sehr viel verlorengegangen. 
Apfelweinwirtschaft in Sachsenhausen
vor Corona










Im Grunde das meiste von dem, was man urbanes Leben nennen könnte.

Viele, vor allem kleinere Restaurants, auch mit Garten, funktionieren noch immer auf Sparflamme. Mein Lieblings-Grieche 'um die Ecke' hat bei sehr stark ausgedünnter Karte auf einen Imbisswagen umgestellt und nur den (verglichen mit den Gasträumen vier bis fünf Mal größeren) Garten geöffnet. So spart er Personal und kann den verpflichteten Abstand zwischen den Gästen gewährleisten.
Dort, wo geöffnet ist, verpesten die Masken die Atmosphäre. Wer im Wirtshausgarten sitzt, braucht zwar selbst keine Gesichtsverhüllung mehr. Das Service-Personal schon – wobei ich auch schon einen Kellner mit rutschender Maske erlebt habe, der alle eineinhalb Minuten das Teil wieder hochschieben musste, wobei er es immer oberhalb der Nasenspitze anfasste. Hygienisch ist anders.

Mit anderen Worten: einfach abends irgendwohin Essen und Was-Trinken fällt schon mal aus.

Wasserhäuschen im Normalbetrieb vor Corona
Übrigens, warum sind eigentlich alle Büdchen, offiziell auch "Trinkhallen", hier liebevoll "Wasserhäuschen" genannt, geschlossen? Vielleicht, weil in deren Umgebung immer ein paar Männer mit Bierflaschen in der Hand bei einander stehen? Zwischendurch unterwegs was naschen oder nach Ladenschluss noch schnell eine Kleinigkeit kaufen - auch vorbei.


In U-Bahnen und Bussen sind die Menschen noch vereinzelter als normalerweise schon. Es wird kaum geredet, und komischerweise auch weniger auf die Handys geguckt. Jede/r sitzt mit maskiertem Gesicht in eine Art Rückzugsblase gehüllt, guckt mehr oder weniger verkniffen oder ängstlich hinter der Maske hervor. Gerne zum Fenster hinaus. Oder starrt ins Leere vor sich hin. Die Atmosphäre fühlt sich unlebendig, angespannt und künstlich an.

Onkel Otto, das Werbemaskottchen des
Hessischen Rundfunks, sieht auch nicht
glücklich aus, sogenannt coronatauglich...

Angespannt und künstlich, kontaminiert mit herumwabernder Ängstlichkeit, ist auch die Atmosphäre im Straßenbild. Jedenfalls hier, außerhalb des Stadtzentrums. Auch hier betragen sich die Menschen viel isolierter als sonst. Das Isolierte bekommt oft zusätzlich einen angstbesetzt-feindseligen Charakter: jede/r könnte ja eine Bedrohung für die eigene Gesundheit sein. Ein wunderbares Beispiel: gestern passierte ich mit dem Rad einen Mann, der seinen Vorgarten wässerte. Ich auf der Straße, er mindestens 10 m entfernt vorm Haus. Genau im Moment des Vorbeiradelns schneuzte ich in mein Taschentuch. Wenn Blicke töten könnten…

Auch beim schönsten Wetter huschen oder schleichen viele durch die Straßen, den allgegenwärtigen Stoff-oder-Spezialfilterpapierlappen um den Hals, am Ohr baumelnd, in der Hand schwingend, oder vorm Gesicht. Am schmerzlichsten sind mir die (meist älteren bis alten) Menschen, die grundsätzlich nur mit Einmalhandschuhen und aufgesetzter Maske das Haus verlassen. Auch bei 30° draußen. 
Von ihnen strahlt die Angst in alle Richtungen ab. 
Bericht aus dem April: Es gibt keine Gefahr,
jemandenbeim Einkaufen zu infizieren
Das Schlimmste ist, sie haben zweierlei nicht begriffen. Nämlich, dass diese "Alltagsmasken" ja sie selbst überhaupt nicht schützen und sicher in der freien Luft völlig überflüssig sind, und dass Schmierinfektion als Übertragungsweg eine absolut untergeordnete Rolle spielt. Dazu kommt, dass Einmalhandschuhe in dieser Situation wahre Keimschleudern sind. Gute Handhygiene (Händewaschen) ist vollkommen ausreichend und sowieso nie verkehrt.

Deutliche Ausnahme in all dem sind oft (meist männliche) Jungerwachsene, die untereinander in einer mediterranen Sprache kommunizieren. Im 'Halal'-Grill – Neuerscheinung in unserem Stadtviertel – ist es am Abend proppenvoll und lebendig. Fröhlich schwatzend und unmaskiert steht man aufs Essen wartend bei einander am Tresen und im Gastraum. Auch andernorts, auf der Straße, in Parks, sitzen oder stehen sie und unbeeindruckt zusammen oder gehen gemeinsam spazieren.

Ein paar Ladenlokale neben dem Grillrestaurant hat der indische Mini-Laden oben auf der Langnese-Eis-Preistafel einen handgeschriebenen Zettel stehen: Masken 1 Stück 1,79 EUR. 500 m weiter beim Schlüsseldienst: "Einwegmasken 2,00 EUR das Stück".

Vor der Bank (Geldautomat, Auszüge drucken) steht eine meterlange Schlange von bereits im Freien Mund-Nasen-Geschützten im 1,5 m Abstand. Nebenan vor dem Gemüsegeschäft, das ein langer Schlauch ist, das gleiche Bild. Hier können maximal 2 Kunden gleichzeitig drinnen bedient werden, aber die zahlreich anwesenden Verkäufer kommen auch nach draußen und bedienen die Vordersten in der Reihe dort.

Was ich so vermisse, ist die normale Lebendigkeit des Großstadtlebens. Selbst das allgemeine Lebenstempo scheint bei den Normalpassanten gedämpft. 
Wie überhaupt alles gedämpft ist. Trotz Hochsommer.
Wo ist die Lebensfreude der Menschen geblieben?

Die Allgegenwart der Mundschutze erinnert jede und jeden fortwährend an die ständig beschworene Bedrohung. Obwohl bei der jetzigen Zahlenlage die Wahrscheinlichkeit, jemandem mit dem C-Virus zu begegnen, kleiner ist, als 5 Richtige mit Zusatzzahl im Lotto zu haben.

Wenn ich nicht aufpasse, dann zieht es mich hinein in die Trauer um das verlorene urbane Leben, um die verlorene großstädtische Lebenslust. Dann steckt mich die allgemeine Stimmung an. Das kann, je nachdem, der furchtsame Grauschleier sein, der über allem liegt. Oder – vor allem bei 35-50-Jährigen – eine egozentrische Gereiztheit gegen alle, die nicht so funktionieren, wie sie sich das vorstellen.

Und so stupst auch hier wieder die C-Virus-Krise mich mit der Nase auf das, was zu lernen ist. 
Wie ja schon von Anfang an:
Lebe im Moment.
Mach dich unabhängig von allgemeinen Stimmungen und Ausstrahlungen.
Sei Du selbst.


Donnerstag, 18. Juni 2020

Absurdistan – oder: Masken zum Zweiten



Menschen auf einem Wochenmarkt in Dresden, Quelle
Frisch aus den Niederlanden angekommen, bin ich die Allgegenwart maskierter Gestalten (noch) nicht gewöhnt. Es bleibt für mich eine surreale Erfahrung, all diese versteckten Gesichter. So kunterbunt die Vielfalt der selbstgemachten Masken auch ist.

Und mir bleiben bislang auch die Zweifel treu, ob das alles so sinnvoll ist. Wenn ich betrachte, wie die Menschen mit den Mundschutzen so umgehen… Eigentlich niemand hält sich an die Regeln zum sicheren Auf- und Absetzen.

Wie waren die nochmal? Link

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) rät, sich vor dem Anziehen die Hände gründlich mit Seife zu waschen. Erreger, die man eventuell an den Händen trägt, können so nicht die Innenseite der Maske kontaminieren. Auch nach dem Ausziehen der Maske ist es ratsam, sich die Hände zu waschen.
ähm…. vor dem Laden??? demnach müsste man schon zuhause die Maske anlegen und die ganze Strecke zum Laden maskiert hinter sich bringen.

Ein Maske zwischendurch mal abzunehmen und wieder aufzusetzen wird nicht empfohlen. Stattdessen sollten Masken nur einmal genutzt und anschließend – je nach Material in der Waschmaschine bei idealerweise 95 Grad gereinigt oder entsorgt werden.
Also… möglichst nicht nur 60°…. und 40° schon gar nicht. Irgendwer, vom Moderator als Sachkundiger vorgestellt, hatte neulich mal im Radio verlauten lassen, 40° mit ausreichend Waschmittel ginge auch, weil das Waschmittel an sich ja schon die Viren zerstöre…  was muss man also tun? - naja, ich halte sowieso nicht viel von 40°-Wäsche, außer bei Sachen, die nicht mehr Wärme vertragen.

Beim Abnehmen ist zu beachten, dass die Außenseite der gebrauchten Maske potentiell erregerhaltig ist, schreibt das BfArM. Um eine Kontaminierung der Hände zu verhindern, sollte diese möglichst nicht berührt werden und die Maske an den Gummibändern abgezogen werden. Die Maske sollte nach dem Abnehmen in einem Beutel luftdicht verschlossen aufbewahrt oder sofort gewaschen werden. 
Also, ganz klar, besucht man zwei oder mehr Läden – Maske auflassen, mindestens bis man im letzten gewesen ist. Aber, Achtung: Nach dem Abnehmen der Maske Hände waschen!

Zu  Keimschleudern werden Masken vor allem dann
wenn Menschen zu oft an die Masken anfassen – und das passiert leider sehr häufig. Etwa wenn die Träger den Sitz der Maske prüfen oder korrigieren wollen, oder wenn sie ihre Maske zwischendurch unter das Kinn schieben und später wieder vor Mund und Nase ziehen. Dabei kann man sich das Corona-Virus über eine Schmierinfektion einfangen.

Einwegmasken sollten allerhöchsten einen Tag getragen werden, denn diese schützen auch nur eine gewisse Weile. Im Prinzip ist es ein Einmal-Produkt. Wird dieser Mundschutz feucht, oder wurde er anderweitig kontaminiert, muss er gewechselt und der alte entsorgt werden.
Darf man laut mdr über den Hausmüll. (?echt jetzt?)
Wird in anderen Medien anders gesehen. Link.
Was denn nun?

Und nun schauen wir mal nach der Praxis.

Da gibt es die Monteure in ihren Lieferwagen. Dort hängt die Maske zum Beispiel am Innenspiegel und wird bei Bedarf umgelegt und nach Gebrauch wieder dort aufgehängt.

Sehr viele Menschen ziehen, wenn sie aus dem Laden kommen, die Maske herunter und tragen sie entweder unterm Kinn, oder etwas tiefer vor dem Hals. Natürlich fassen sie beim Herunterziehen auch den Stoffteil an und zuppeln nicht nur an den Gummibändern.

Später begegnete mir jemand, der sich beim Thai Essen geholt hatte. Mit beiden Händen balancierte er die verpackte Mahlzeit, am rechten Handgelenk baumelte fröhlich die Maske.

Ich sehe eine alte Frau bei Regen mühsam die Straße überqueren. Begleitet wird sie von einem jungen Mann, ca. 20, der eingehakt neben ihr geht, den Schirm über sie hält. Sie hat eine kleine, aber gefüllte Einkaufstasche dabei. Die Maske hängt unterm Kinn. Der Jüngling (Enkel? Zivieldienst-leistende gibt es ja keine mehr) läuft unmaskiert dicht neben ihr her.

Ein Mann läuft an unserem Haus vorbei, kommt offensichtlich vom Einkaufen, hat die Maske an einem Ohr seitlich seines Gesichtes herunterhängen.

Leute steigen aus der U-Bahn, und das erste, was sie tun: Maske runter. Voll angefasst natürlich und dann…. wohin damit? Erst mal in der Hand halten. Oder irgendwie in die Tasche stecken. 
Einzelne behalten den Mund-Nasenschutz auf, gehen auf offener Straße damit weiter.

Vorm Supermarkt kann man noch viel mehr Umgangsweisen mit den Masken sehen. Sowohl beim Auf- als auch beim Absetzen. Sie werden aus Sakkotaschen hervorgeholt und dort nach Gebrauch auch wieder hineingestopft. Aus Handtaschen geholt und dort wieder verstaut. Vorm Kinn hängende Masken werden hochgezogen. Undsoweiterundsoweiter. Der Phantasie sind beim "falschen" Umgang mit den Dingern offenbar keinerlei Grenzen gesetzt.

Zusätzlich gibt es noch die wunderbaren Zeitgenossen, die das mit der Wegwerf-Maske direkt wörtlich nehmen. Immer wieder mal begegnen mir  beim Spazierengehen auf dem Weg herumliegende weggeworfene Einmalmasken. Wird in immer mehr Städten ein Problem. Und in den Meeren, an den Stränden auch.  Link und Link.

Wenn ich mir dies alles vergegenwärtige, kann man eigentlich nur staunen, dass trotzdem die Fallzahlen ständig rückläufig sind. 
Gott sei Dank sind sie das!


Es gibt Ärzte, die warnen davor, dass das Maskentragen auf die Dauer dem Abwehrsystem abträglich ist, da ihm das tägliche Training der Auseinandersetzung mit allerlei Viren und Bakterien fehlt, denen wir normalerweise im Alltag ausgesetzt sind.*)

Wenn ich mir dann aber vergegenwärtige, wie millionenfach die Mund-Nasenschutze falsch benutzt werden, wie beinahe niemand sich groß um die eventuelle Kontaminierung mit den eigenen (von innen) und durchs Einatmen an die Maske angesogene und außen hängen gebliebene Bakterien und Viren kümmert, scheint mir eher das Gegenteil der Fall zu sein: die Mund-Nasen-Bedeckungspflicht als riesiges Abhärtungsprogramm für die Abwehrsysteme.



*)  Und von immer mehr Ärztinnen und Ärzten wird vor weiteren Nebenwirkungen der Maskenpflicht in der aktuellen Situation - auf den Bundesdurchschnitt gerechnet nur noch Anzahlen neu positiv getesteter Personen im Bereich der Fehlermarge des PCR Tests - gewarnt. Ich nenne hier stellvertretend die Tatsache, dass nicht nur Laien, sondern auch professionellen Ersthelfern von offizieller Seite (Deutscher Wiederbelebungsrat) mit Nachdruck empfohlen wird, bei Menschen mit Herzstillstand die lebensrettende Atemspende (Mund-zu-Mund-Beatmung) zu unterlassen. Mehr als 65.000 pro Jahr erleiden in Deutschland einen Herz-Kreislauf-Stillstand.... Ausführlich hierzu das Gespräch zwischen zwei Ärzten mit Sachkenntnis. Dies Thema kommt im Video ab ca. Minute 12:15.
Darum rufen diese Ärzte auch alle Kolleginnen und Kollegen auf, aktiv zu werden, da in der aktuellen Situation die negativen Folgen der Maskenpflicht positive Effekte weit übersteigen.


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