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Montag, 2. Oktober 2023

Mutig

Abbildung: Pixabay.com
Einer der Leitsterne, von denen Daniele Ganser spricht (ab ca Min. 20 in diesem Gespräch mit Kurt Tepperwein, Axel Burkert und Nada Breidenbach) ist die Frage: "Was würde der Mut tun?"

Zum Thema Mut habe ich in einem Newsletter den Hinweis auf einen Blogtext des seit 1996 aktiven schweizer Bloggers und Website-Betreibers Chnopfloch gefunden.
Auf seinen Seiten steht daneben Einiges, das bei mir Fragezeichen aufruft. Aber das darf ja gerne sein. Ich bin froh, glücklich selbst, dass es möglich ist, auf diese Weise mit völlig anderen Welt-Sichten in Kontakt zu kommen. Auf jeden Fall erweitert dies den Horizont. Siehe unten den Punkt "Intellektuelle Courage".
Und es hilft, sich in der meditativen Tugend des Nicht-Urteilens zu üben.

So schmücke ich mich heute mit frenden Federn und zitiere einen seiner Blog-Texte
Nicht von ungefähr klingelt beim Lesen dieses Textes alles mögliche in mir.

Courage

Das Substantiv Courage (die) bedeutet »Beherztheit«, »Mut« oder »Unerschrockenheit«.
Spricht man von der Courage einer Person, schwingt in der Regel eine gewisse Bewunderung mit.

Der Begriff stammt vom französischen courage ab und wurde mitsamt Bedeutung direkt ins Deutsche übernommen. Die Aussprache unterscheidet sich jedoch: Das finale »e« ist im Französischen stimmlos, wird aber im Deutschen mitgesprochen.

Courage ist etwas, das sich jeder wünscht, aber Courage ist nicht nur körperliche Tapferkeit. Im Allgemeinen gibt es sechs Arten von Courage, die wir brauchen, um uns den Herausforderungen des Lebens zu stellen:

1. Physische Courage – Furcht empfinden und trotzdem handeln. Dazu gehört auch, dass man sich der Gefahr von Körperverletzung oder Tod aussetzt und körperliche Stärke, Widerstandsfähigkeit und Bewusstsein entwickelt.

2. Emotionale Courage – Unserem Herzen folgen. Öffnet uns dafür, das gesamte Spektrum der Emotionen – angenehme und unangenehme – ohne Anhaftung zu fühlen.

3. Intellektuelle Courage – Erweiterung unseres Horizonts, Loslassen von Vertrautem. Es geht um unsere Bereitschaft, mit einem offenen und flexiblen Geist zu lernen, zu verlernen und neu zu lernen.

4. Soziale Courage – Angesichts von Widrigkeiten wir selbst sein. Dies beinhaltet das Risiko sozialer Verlegenheit oder Ausgrenzung, Unpopularität oder Ablehnung. Sie beinhaltet auch Führungsqualitäten.

5. Zivilcourage – Für das Richtige eintreten. Dazu gehört, das Richtige zu tun, auch wenn es unangenehm oder unpopulär ist.

6. Spirituelle Courage – Schmerz mit Würde oder Glauben begegnen. Er hilft uns, durch eine herzzentrierte Einstellung zum Leben und zu uns selbst mit Sinn und Zweck zu leben.

Mfg Chnopfloch



 

Montag, 25. September 2023

Herbst-zeitlos?

Abbildung: Florian Pircher auf pixabay.com

Kaum nähern sich die weniger warmen Tage, ertönt schon wieder das erste Panikgeschrei in den Medien. Die Angst vor neuen Varianten wird fröhlich geschürt. Vergangenes Jahr passierte im September das Gleiche, und schon damals schrieb ich, dass ich es satt habe. Sowas von.

Ja.
Genau.

Zur Zeit sieht es nun so aus:

Die ersten Altenheime in Deutschland verhängen bereits wieder Besuchsverbote. In Israel will die Regierung die PCR Zwangstests in den Krankenhäusern, vorerst nur auf den internistischen Stationen, wieder einführen. Bislang wehren sich die Kliniken: zu personalintensiv, das Personal wird von anderen, viel wichtigeren Aufgaben abgehalten, und es bringt überhaupt nichts. (Jerusalem Post vom 4.September und die Dachorganisation Israelischer Krankenhäuser ). Und offenbar rührt auch die Bildzeitung wieder kräftig die Trommel. Hier in den Niederlanden wird darüber nachgedacht, den "Pieks" genauso Standard werden zu lassen wie die Grippeimpfung.

Gestern habe ich noch im Vorbeigehen gelesen, dass die Uni-Klinik in Frankfurt wieder Maskenzwang eingeführt hat.

Besorgnis wird wieder allenthalben und immer lautstärker geäußert.
Als ob man aus allen Erfahrungen der letzten drei Jahre nichts gelernt habe.

Es ist normal, dass in der kühleren Jahreszeit die Zahl der Atemwegserkrankungen zunimmt. Es ist normal, dass Viren mutieren. Es ist normal, dass unser Abwehrsystem sich daran anpasst. Das alles gehört zum Leben. Kein Grund für irgendeine Panik.

 

Man sollte jetzt von offizieller Seite und in den Medien verstärkt die Menschen auffordern, alles ihnen Mögliche zu tun, ihre Immunkraft zu stärken. Das wäre doch mal ein gutes, allherbstliches Ritual. Wie man die Immunkraft stärken kann, ist mehr als bekannt. Ich werde die Rezepte hier nicht wiederholen.


Zur Stärkung der Immunkraft gehört auch eine entsprechende innere Verfassung.

Andreas Goldemann, dessen Healing Sounds ich sehr schätzen gelernt habe, stellt uns eine einfache Möglichkeit der Unterstützung zur Verfügung. Die Sounds tun sowieso gut, und ich höre sie oft mittags beim Vorbereiten unseres Lunch. Wer über diese Sounds mehr wissen will, kann auf youtube die einleitenden Videos Teil I und Teil II zu den Sounds ansehen.

Die Konzentration auf was Deepak Chopra "divine emotions" nennt - Liebe, Dankbarkeit, Mitgefühl, Freude, Gelassenheit - stärkt auch. Übrigens auch in den Momenten, in denen man all diesen oben kurz umrissenen Zirkus gründlich satt hat.
Für mich selbst sind da zur Zeit auch die kurzen Meditationen von Joe Dispenza zu den Themen Dankbarkeit, Freude, Inspi-ration, Kraft, Veränderung und Flow wich-tige Begleiter. Kleine 15-Minuten-Juwelen in der Reihe "Erzeuge Deine Energie", die das Potential in sich haben, die aktuelle innere Verfassung wieder geradezurücken. Die meines Wissens kostengünstigste Möglichkeit, sie zu hören, ist mit Audible, käuflich zu erwerben z.B. via Amazon.

Es ist – wieder einmal so wichtig wie nur was, sich selbst treu zu bleiben.
Angst- und Panikmache an sich ablaufen zu lassen.
Nicht umsonst hat mich wohl gerade in diesen Wochen die Aussage von Daniele Ganser zu seinen inneren Leitsternen so sehr berührt. Für mich ist es auf jeden Fall wertvoll, sie mir nun noch einmal bewusst zumachen. 

Vielleicht für Dich auch.

Montag, 11. September 2023

Leitsterne

Quelle: Pixabay CSchmidt-EC
 

 

 

 

"Ich orientiere mich an Liebe, Mut und Wahrheit (…). Und dann frage ich mich einfach in jedem Moment, wenn eine Entscheidung ansteht:
Was würde die Liebe tun?
Was würde die Wahrheit tun? (…)
Was würde der Mut tun?"

(Daniele Ganser im Gespräch mit Kurt Tepperwein, Axel Burkert und Nada Breidenbach, ca. bei Minute 20)

Diese Aussage hat mich beim morgendlichen Zuhören fast umgehauen.
So einfach.
So klar.
Und so schwer.

Wie oft hapert es genau daran, am Folgen dessen, was die Liebe, die Wahrheit oder der Mut tun würden. Wie oft schon hapert es daran, in den Entscheidungsmomenten bewusst genug zu sein, um einen Schritt zurück zu treten, sich von dem Entscheidungsdruck, der Kakophonie im Kopf frei zu machen und diese fundamentalen Werte ins Bewusstsein dringen zu lassen.

Und wenn das gelingt, müssen dann auf jeden Fall genügend Wachheit und Mut anwesend sein, um den Antworten auf diese Fragen auch Folge zu leisten.

Nach dieser Maxime zu leben veränderte die Welt.

Ganser erzählt, dass seine Reihenfolge des inneren Fragens tatsächlich ist: Liebe – Wahrheit – Mut. Wenn die Antwort der Liebe auf seine Frage ihm nicht ausreichend ist, dann fragt er die (innere) Wahrheit und dann den Mut: "Ich stelle mir diese Werte als Energie, als Körperlichkeit schon fast, vor." 

 Dabei richte er sich nicht immer nach dem, was sie sagen. Aber er wisse wenigstens, was sie sagen und dass das der richtige Weg sei. Es gebe durchaus Momente, in denen er zu wenig Kraft habe und es dann nicht tue. "Aber ich weiß, du bist nicht dem Mut gefolgt, also viel Gutes kann jetzt nicht entstehen."
"Aber ein anderes Mal sage ich mir: hier, der Mut sagt, du musst hier durch. Und dann gehe ich voll durch und mache alle Erfahrungen, die damit verbunden sind."

Wow!

Es braucht sehr, sehr viel Bewusstheit, um das umzusetzen.
Letztlich ist natürlich diese Bewusstheit das Ziel jeglicher spiritueller Praxis. Dadurch, dass ich in jedem Moment bewusst anwesend bin, gestalte ich mein Leben.

Niemand hat gesagt, dass es einfach sei, dies zu erlangen.
Aber 'alle' reden darüber so, als ob sie schon ganz dicht dran seien, als ob sie nur kleinste Schrittchen noch zu machen brauchten, et voilà!

Also ich persönlich finde es ziemlich schwer.
Immer wieder setzen sich die Automatismen durch und leben sich selbst, drücken sich selbst aus, hinter
dem Rücken meiner Bewusstheit. Bei mir selbst sind es vor allem körperliche Ereignisse, die im Handumdrehen alles verschatten und plattwalzen und mich wieder und wieder in den Überlebensmodus zurückschubsen.


Wahrscheinlich hat mich genau darum die Aussage von Ganser so elektrisiert.
Wenn ich auf meine letzten Monate zurückschaue, kann ich nicht anders als zu konkludieren: da gibt es noch viel zu üben.

Montag, 19. Dezember 2022

Selbstreflexion

Vor einigen Tagen sendete eine Freundin hier in den Niederlanden mir via whatsapp einen Text, der mich wirklich ins Nachdenken und Nachspüren gebracht hat.
Und der mir aufgezeigt hat, wie viele Baustellen ich wirklich habe
🤔
Welche übrigens in den vergangenen drei Jahren erheblich zugenommen haben. Aber das nur am Rande und unter Bezugnahme auf den Titel dieses Blogs.

Hier die deutsche Übersetzung des niederländischen (eigentlich belgischen 😊) Originals:

Es ist nicht der Schmerz der Dich beeinträchtigt

Es ist nicht der Darm, der nicht in Ordnung ist. Es sind alle die Dinge, die Du nicht verdauen kannst, die deinen Darm durcheinanderbringen.
Es sind nicht die Zähne, die Dir weh tun, es ist der Schmerz darüber, Dich nicht durchsetzen zu können, Dich Deiner Haut nicht wehren zu können.
Es ist nicht der Kopf, der Dir wehtut, es sind die Gedanken, die Dich von Deinem Lebensziel fernhalten.

Es sind nicht Deine Schultern, die Dir weh tun, sondern Schuld und Lasten von anderen, die Du auf Deinen eigenen Schultern für sie trägst.
Es sind nicht die Augen, die Dich schmerzen, sondern es sind die Dinge, die Du nicht sehen willst, vor denen Du Deine Augen verschließt, es ist Dein Blick auf die Welt, der verschwommen ist. Oder es sind Dinge, die Du gern sehen würdest, aber nicht zu sehen bekommst.
Es ist nicht Dein Hals, der Dir wehtut, sondern die Tatsache, etwas nicht schlucken zu wollen oder im Gegenteil nicht auf etwas speien zu wollen, Dich nicht trauen, etwas zu sagen, mit dem Du für Dich selbst einstehst
Es sind nicht die Bronchien, die Dich schmerzen, es sind die negativen Gedanken darüber, dass Du zukünftig Territorium (oder etwas anderes, das Dir wichtig ist, Anm. d. Ü.) verlieren könntest. Übertriebene Beunruhigung, übertriebenes Sich-Sorgen-Machen.
Es ist nicht der Rücken, der Dir wehtut, es sind Lasten in Deinem 'Rucksack', die nicht zu Dir gehören und die Du weiterhin trägst.

Es ist nicht der Bauch, der der wehtut. Sondern es sind unterdrückte Gefühle, die Du nicht ausdrückst, nicht loswerden kannst.
Es sind nicht Dein Zwölffingerdarm und Dein Pankreas, die wehtun, sondern die Ärgernisse und Frustrationen, die Du unterdrückst, schluckst und nicht abreagieren kannst oder willst, die dich so schmerzen.

Es sind nicht Deine Beine, die wehtun, es ist das Gefühl, nicht stabil auf Deinen eigenen Füßen stehen zu können; der innere Konflikt, Ambitionen nicht erfüllen zu können oder wollen; etwas nicht durchhalten zu können oder aushalten zu können. Nicht vor etwas Unangenehmem weglaufen zu können.
Es sind nicht Deine Füße, die Dir wehtun, sondern die Tatsache, dass Du eine Situation nicht aushalten oder jemand nicht ausstehen kannst, die bzw. der Dich aus dem Gleichgewicht bringt.
Es ist nicht Deine Galle, die Dir wehtut, es ist schlicht die Tatsache, nicht 'Gift und Galle' spucken zu können um für Dich einzustehen.
Es ist nicht Dein Herz, das wehtut, es sind die Angriffe auf Dein Herz und es ist Überlastung, die Du nicht zugeben willst, wodurch Du steinhart gegenüber Dir selbst geworden bist.
Es sind nicht Deine Ohren, die Dich schmerzen, es sind Dinge, die Du hörst und nicht hören willst oder es sind Dinge, die Du gerne hören würdest, aber nie zu hören bekommst.
Es sind nicht Deine Gliedmaßen, die Dir wehtun. Es sind Deine phantastischen Eigenschaften als Mensch, die Du nicht anerkennen willst.
Es sind nicht Deine Gefühle, die Dich erschöpfen, sondern Dein Widerstand gegen sie.
Du bist nicht schwindlig, sondern Deine Empfindungen werden hin und her geschleudert zwischen Verstand und Gefühl, weil du keine Verbindung mit Dir selbst hast.

Nicht Dein Nacken tut Dir weh, sondern die Tatsache, dass Du Dich aufgrund von Ungerechtigkeiten (
Unfriede, Undank, Treulosigkeit usw.) dumm oder minderwertig fühlst, nicht intelligent genug. 
Abbildung: https://pixabay.com/users/clker-free-vector-images-3736/
 

Dein Körper leistet jeden Tag Schwerstarbeit für Dich, um Dir Dein Leben so angenehm wir möglich zu machen, so dass Du Dein Lebensziel zum Ausdruck bringen kannst.
Dein Lebensziel zum Ausdruck zu bringen ist entscheidend, damit Du eine gute Gesundheit kultivieren kannst.
Vielleicht hilft es Dir weiter, einmal auf die oben beschriebene Weise die Signale Deines Körper zu betrachten.

 Quelle: Daniël Derweduwen - The Healthman



Montag, 17. Oktober 2022

Heldenreise?

Titelbild einer frühen Ausgabe des
gleichnamigen Buches von Peter Orben.
Vergriffen, antiquarisch zu bekommen.

Die soziologische Diplomarbeit, die ich mit einer Kommilitonin Anfang der 80er Jahre über ein Seminar geschrieben habe, in dem der Phantasiereisenzyklus "Die Reise des Helden" von Peter Orban durchlebt wurde, haben wir "Tanz auf dem Vulkan" betitelt. Damals, etwas über 30 Jahre alt, wussten wir nicht, worüber wir sprachen mit diesem Titel. Vulkan, das schien uns – psycho-logisch gesehen - brodelnde Lebendigkeit mit von 'der Gesellschaft' als bedrohlich eingeschätzten Elementen zu sein. Wir lebten in der Großartigkeit unserer frühen Lebensjahre und in dem Gefühl, alles, was uns begegnet, meistern zu können. Auf dem Vulkan zu tanzen hatte große Anziehungskraft, und natürlich waren wir überzeugt, dass jener uns nichts anhaben könne, wenn wir ihm nur auf die richtige Weise begegnen.

Die 70er Jahre mit ihrem Aufbruchsoptimismus (Willy Brandt: "Wir wollen mehr Demokratie wagen!") waren noch nicht lange vorbei, und der gigantische Roll-Back der jahrzehntelang anhaltenden Kohl-Ära hatte gerade erst angefangen. Was er für fatale Folgen haben sollte, war noch lange nicht zu fühlen.

Heute leben wir alle wirklich auf einem Vulkan. Und zwar einem, der ganz schwer grummelt und poltert und eklige Schwefelgaswolken ausstößt. Wohl dem, der heute noch tanzen kann!

An sich wäre nichts wichtiger, als das. Gerade angesichts der aktuellen Lage. Lebendigkeit ausdrücken und Optimismus, bei gleichzeitig vernünftiger Vorsorge ohne Panik.
Mir fällt das aktuell unsagbar schwer.

Eingefallen dazu ist mir mein eigener Blogpost vom 2. Juni 2020 über "Luthers Apfelbäumchen".  'Damals', gefühlt ein Jahrhundert weit weg und doch nur zweieinhalb Jahre her, waren wir noch ganz am Anfang der nicht enden wollenden Krisenzeit. Ach ja!
Jetzt ermutige ich mich selbst ein bisschen, indem ich den Post noch einmal lese.

Allerdings bin ich inzwischen um Einiges ausgelaugter als damals. Eben gerade durch das Nichtendenwollen der einander ablösenden Krisen, die auch noch größtenteils hausgemacht sind. Und mein Körper hat allerlei Ungemach manifestiert inzwischen, wie bei so Vielen um mich herum. Gerade die bewussteren Menschen, die weiter schauen als zum Rand des mediengetöpferten Tellers, haben es oft am schwersten.
Und trotzdem.

Wenn ich nicht gerade völlig erschöpft bin von einem dieser körperlichen Symptome, spüre ich es selbst auch. Es gibt keine Alternative zu dieser Haltung. Das Leben mit aller Kraft und mit so viel innerem Licht wie möglich leben. Das Herz weit öffnen und ihm viel, viel Raum geben.

Eine der mir inzwischen ans Herz gewachsenen Online-Freundinnen, sie lebt weit weg von hier im voralpinen Süden, hat gestern in unserem Gruppenchat das so berührende Bild geteilt, das ich für einen – ebenfalls aus dem Jahr 2020, dem Juli stammenden – Blogbeitrag zu 'Kopf und Herz'  auch gefunden hatte.
So berührend!
Und so wichtig! Danke dafür, Du Liebe❣️ Dieser Gruppenchatpost hat mich herz-lich erinnert und in mir etwas bewegt.

Und so lasse ich es für heute bei der Erinnerung an Tips und Techniken, die ich schon einmal beherrscht und beherzigt habe.
Auch das gehört zum "am eigenen Schopf aus dem Sumpf ziehen": wende das an, was Du weißt und was Du kannst.

Montag, 26. September 2022

Herzflügel II

Eine weitere, wunderbare, kleine und kurze Übung habe ich vor ein paar Tagen beim Aufräumen meines e-mail-Postfachs wiedergefunden. Ich hatte eine mail von Siranus Sven von Staden aufgehoben, weil ich diese Übung nicht vergessen wollte.
Tja…. Und dann war sie ganz weit nach unten gerutscht im Postfach, und ich hatte mich ihrer doch nicht mehr erinnert. Bis gestern.

Auch diese Übung verleiht dem Herzen Flügel, und was für welche! Und sie nimmt Angstgefühle, also jene Gefühle, die einen so lähmen und erstarren lassen können, ziemlich sofort. Bei mir jedenfalls. Wenn es sich um jahrzehntelang gepflegte Ängste handelt, wird man die Übung wohl mehrfach wiederholen müssen. Immerhin sind die entsprechenden 'Autobahnen im Gehirn' (Gerald Hüther) viel befahren und gut ausgebaut.

Hier ist der Link zu dem Video mit Siranus Sven von Staden.

Für alle, die es lieber geschrieben vor sich sehen, anstatt ein Video zu schauen, habe ich auch diese Übung mitgeschrieben:

"Meine Bitte ist, dass Du Dir jetzt ungefähr fünf Minuten Zeit nimmst, Deine Tür schließt, es Dir bequem machst und einfach ganz bei Dir bist.
Jetzt schließe bitte Deine Augen.
Und erinnere Dich an eine Situation, in der die Angst, die Du jetzt lösen möchtest, aufgetreten ist. Dich gehemmt hat.
Gehe zurück in der Erinnerung, damit das Gefühl der Angst wieder hochkommt.
Sollte das Gefühl zu intensiv sein, dann stelle Dir einfach vor, wie Du in Deiner linken oder rechten Hand einen Thermostat hältst, der – wie bei einer Heizung auch – die Intensität zurückdreht. Denn es geht bei der Übung nicht darum, dass Du so richtig in der Angst drin bist. Es geht nur darum, dass Du das Gefühl wieder fühlst.
Hole jetzt das Gefühl wieder hervor.
Hast Du's? – Ich denke mal, es kommt ziemlich schnell. Denn das Gefühl der Angst kennst Du ja nur zu gut. Nimm es einfach nur wahr.
Und dann löse Dich wieder von dem Gefühl.
Wisse einfach, wo in Deinem Körper Du das Gefühl der Angst wahrnimmst.

Eine künstlerische Impression des Herzchakras mit seinen klassischen
Farben grün, rosa und gold. Quelle:

Jetzt kommen wir zur sogenannten Herzintelligenzatmung.
Konzentriere Dich auf Dein Herzzentrum in der Mitte Deiner Brust.
Nicht Dein physisches Herz, sondern Dein Herzzentrum.

Und atme jetzt ein paar Mal bewusst über Dein Herz ein und wieder aus. Stell es Dir vor, wie Du über Dein Herz einatmest und über Dein Herz auch wieder ausatmest. Und wie Du somit Deine Liebe spüren kannst. Denn Dein Herzzentrum ist gleichzeitig das Zentrum Deiner Liebe.
Spüre, wie Du Liebe atmest. Einatmest. Und auch wieder ausatmest.
Und vielleicht kannst Du dann schon wahrnehmen, dass in Deinem Herzzentrum, in dem Energiezentrum des Herzens, ein Licht erscheint. Dein Herzenslicht.
Jetzt, wenn Du es spüren kannst, lasse dieses Licht mehr werden. Dehne Dein Herzenslicht jetzt aus.
Lass es mehr und mehr werden, bis es Deinen gesamten Herzensraum einnimmt.
Und dann dehne Dein Licht weiter aus, und zwar nach hinten, aus Deiner Wirbelsäule heraus, lässt Du Dein Licht jetzt fließen.
Und dann stellst Du Dir vor, dass Dein Herzenslicht hinter Dir Flügel wachsen lässt.
Erst kleine Spatzenflügel, dann Taubenflügel, dann Adlerflügel, sie werden größer und größer, bis sie so groß werden, dass sie vielleicht sogar Drachenflügel werden oder Engelsflügel – wie auch immer Du Dir das vorstellst.
Lass sie größer und größer und größer werden.
Und dann spüre, wie Dein Herzenslicht unendlich groß scheint.
Bewege dann Deine Flügel und bringe sie nach vorne. Und während Du sie nach vorne bringst, erinnere Dich an Dein Gefühl der Angst und nimm das wieder kurz wahr.
Und dann ummantele mit Deinen Herzensflügeln Dein Gefühl der Angst. Ummantele es so liebevoll, wie ein Vogel sein Baby, sein Kind, mit seinen Flügeln ummantelt.
Ummantele also ganz bewusst das Gefühl der Angst.
Und lasse dann Dein Herzenslicht, Deine Liebe durch das Gefühl der Angst hindurchfließen.
Durchflute quasi Dein Gefühl der Angst mit Deiner Liebe.
Bis in jede Zelle hinein. Spüre, wie jede Zelle durchflutet wird. Und nimm wahr, was mit dem Gefühl der Angst geschieht.
Ich gehe davon aus, dass die Intensität mehr und mehr nachlässt. Ist das auch bei Dir so? Nimm es einfach wahr. Und halte das so lange, bis die Intensität so weit gesunken ist, dass es für Dich o.k. ist. Vielleicht das Gefühl sogar total verschwindet.
Und wenn das so weit ist, dann kannst Du Deine Flügel wieder öffnen, wieder ganz groß machen, Deine unendliche Liebe spüren, die durch diese Flügel hindurchfließt, und dann die Flügel wieder zurücknehmen.
Wieder kleiner und kleiner werden lassen, kleiner und kleiner, bis sie gleichwieder in Deiner Wirbelsäule verschwinden und Dein Herzenslicht wieder zurück in Dein Herz fließt. Wieder zu der Größe zurück, wie es ursprünglich gewesen ist.

Und dann nimm weiterhin Dein Gefühl Deiner Angst wahr. Wie fühlt es sich jetzt an?
Hat es sich verändert? Ist es deutlich angenehmer geworden?"

Als Test kann, so geht das Video weiter, man sich eine Situation in der Zukunft vorstellen, von der man ganz genau weiß, dass normalerweise die eigene Angst einen begrenzen würde.
"Stelle Dir vor, wie es normalerweise gewesen wäre. Nimm es einfach nur wahr. Ist da immer noch dieses unangenehme, begrenzende, hemmende Gefühl? Oder hat sich was verändert?"

Mir selbst hat die Übung schon ein paar Mal über akute Situationen hinweggeholfen. Sie tut auch einfach so gut.
Schon die reine Vorstellung von diesen Herzflügeln, diesen riesigen Engels-Herzflügeln – so schön!

Wie es Dir damit wohl ergehen mag?

Viel gelesen