Mitte März bis 10. April 2020 täglich. Ab 11. April 2020 erscheinen die Beiträge jeden zweiten Tag. Ab Montag, 22. Juni 2020 immer Montag und Donnerstag abends. Ab Montag, 13. Dezember 2021 am Montagabend nach 22 Uhr.


Posts mit dem Label Liebe werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Liebe werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 11. Dezember 2023

Segensworte

Diesen Adventskalender "Weihnachten in Bethlehem" kann man hier bestellen
Der Adventskalender von Andreas Goldemann https://andreasgoldemann.com/, de facto eine tägliche, kleine, feine e-mail mit einem spirituellen Text oder Link, ist ein wahrer Schatz an Impulsen und Inspirationen. Schon so manches fand ich in den letzten Tagen in meinem Postfach, das des Teilens wert ist. Ganz besonders berührt hat mich der Text mexikanischer Segensworte, der Fama nach aus dem 7. Jahrhundert und im Original in Nahuatl (der Sprache der Atzteken und verwandter Nahua-Völker) gesprochen und irgendwann aufgeschrieben, den Andreas gestern zum 2. Advent geteilt hat. Persönlich fühle ich es zwar auch als Segnung, jedoch ebenfalls als eine Art Freisprechung.

Der Text kursiert zahlreich im Internet. Mich hat er so berührt, dass auch ich mich in die Kette derer einreihe, die ihn um die Welt schicken.

Den Text laut zu lesen kann die Intensität verstärken.

Ich befreie meine Eltern von dem Gefühl,
dass sie mit mir versagt haben.

Ich befreie meine Kinder von der Notwendigkeit,
mich stolz machen zu müssen.

Mögen sie ihre eigenen Wege nach Herzenslust gehen.
Mögen sie ihren Instinkten folgen und so ihre Träume verwirklichen.

Ich entbinde meinen Partner von der Verpflichtung,
mich zu vervollständigen.
Mir fehlt nichts, ich lerne die ganze Zeit mit allen Wesen.

Ich danke meinen Großeltern und meinen Vorfahren,
die zusammengekommen sind,
damit ich heute das Leben atmen kann.

Ich befreie sie von früheren Versagen und unvollendeten Wünschen, wissend, dass sie ihr Bestes getan haben,
um ihre Lebensumstände in bester Art und Weise zu tragen,
wie es ihnen möglich war.

Ich ehre sie, liebe sie und erkenne sie als frei von aller Schuld an.

Ich ziehe meine Seele vor ihren Augen aus, deshalb wissen sie, dass ich nichts mehr verstecke oder schulde,
als mir selbst und meiner eigenen Existenz treu zu sein,
indem ich der Weisheit meines Herzens folge.

Ich erfülle meinen Lebensplan frei von familiärer Loyalität.

Ich weiss, dass mein Friede und mein Glück
in meiner eigenen Verantwortung liegen.

Ich verzichte auf die Rolle des Retters, derjenige zu sein,
der die Erwartungen anderer vereint oder erfüllt.

Indem ich durch und nur durch Liebe lerne,
ehre ich meine Essenz und segne mein Wesen und meine Ausdrucksweise,
auch wenn man mich vielleicht nicht versteht.

Ich verstehe mich, weil nur ich meine Geschichte gelebt
und erlebt habe.

Weil ich mich selbst kenne, weiß ich wer ich bin,
was ich fühle, was ich tue und warum ich es tue.

Ich ehre mich, ich liebe mich
und erkenne mich als frei von Schuld an.

Ich ehre dich, ich liebe dich
und erkenne dich als frei von Schuld an.

Ich ehre die Göttlichkeit in mir und in dir.

Wir sind frei …

Und so ist es.


 

PS:
Hier noch ein Link zu einem Mantra-Gesang, den Andreas am 3. Dezember geteilt hat. Ich habe ihn nicht nur anghört, sondern auch mitgesungen (die zauberhafte Stimme der Sängerin hat mich wunderbar mitgenommen). Tat richtig gut und beruhigte Körper, Geist und Seele.
Für mich als Spät-68erin kam noch ein gewisser, bezaubernder Zeitmaschinen-Effekt dazu.

Die Musizierenden sehen aus und fühlen sich an, als seien sie direkt meiner Jung-Erwachsenenzeit in den frühen 70ern entstiegen. Dadurch wirkt das Video auf mich zusätzlich wie ein Jungbrunnen


Montag, 9. Oktober 2023

Lichtnetz


Literarischer Katzenkalender 2023, aktuelle Woche 41
Dieser Tage erinnerte ich mich – nicht von ungefähr – einer Meditation, die wir gemeinsam mit der Heilmeditationsgruppe von Steffen Lohrer vor einiger Zeit einmal gemacht haben: „Meditation auf das Netz aus Licht“. Steffen hatte sie offenbar nicht von youtube und lediglich in der Meditationsgruppe als Sprachnachricht geteilt, also kann ich leider keinen Link hier einstellen. Aber es gibt einige andere Meditationen, die aus derselben Tradition gespeist sind, zu finden hier und hier, zum Beispiel.

Im Lauf dieser Meditation ist die Rede von „den Großmüttern“, und ich wollte wissen, was genau es damit auf sich hat. Dass nicht direkt Deine und meine Großmütter gemeint waren, das war mir schon deutlich 😊

Bei meiner Recherche stieß ich auf diese Seite mit Informationen über eine Bewegung, auf die tatsächlich auch jene Lichtnetz-Meditation zurückgeht. Worum es dabei geht, hat die Betreiberin des youtube-Kanals, zu dem der zweite der oben genannten Links führt, wunderbar zusammengefasst:

Die Meditation über das Netz aus Licht wurde uns von den Großmüttern (aus den "Lehren der Großmütter" von Sharon McErlane) übergeben.
(…) Nutze sie, wann immer du dich mit dem Lichtnetz verbinden und es stärken möchtest.
Eine Prophezeiung der Hopi-Indianer besagt: „Wenn die Weisheit der Großmütter gehört wird, wird die Welt heilen.“ Die Großmütter sind gekommen und es treffen sich mehr als 200 Gruppen überall auf der Welt, um die Botschaft der Großmütter zu verbreiten und den Menschen zu zeigen, wie sie mit dem Lichtnetz arbeiten können. „Alles im Universum“ , sagen die Großmütter, „wird vom Lichtnetz unterstützt und es wird die Erde in der Zeit des Wandels, in der ihr jetzt lebt, festhalten.“ Sie bitten uns nachdrücklich: „Arbeitet mit dem strahlenden Netz, um so alles Leben zu unterstützen."
Hier nun der Text jener Meditation, die ich durch Steffen Lohrer kennengelernt habe, und die mir immer wieder gut tut. Ergänzt durch einige Passagen aus einer der anderen Meditationen.

Das Licht, welches das Netz erhellt, entspringt im Herzen eines jeden. 

Setze oder lege Dich ganz bequem hin.
Schließe Deine Augen und entspanne Dich. Fühle Dich vom Stuhl oder Deiner Unterlage unterstützt, getragen und gehalten.
Um das Netz aus Licht zu erleben, denke Dir, oder imaginiere, oder empfinde einfach ein funkelndes Lichtnetz. Wie ein großes Fischernetz, das die ganze Welt bedeckt.
Nimm wahr, dass Du darin eingebunden bist. Ein Lichtpunkt im Netz.
Fühle … spüre … sieh … oder stelle Dir Deine Verbindung vor.
Wenn Du Deine Verbindung herstellst, wirst Du Dir der Lichtstränge gewahr, die sich auf der ganzen Erde von Mensch zu Mensch bewegen.
Es ist diese Verbindung, die dieses Netz oder Gewebe schafft.
Bleibe bei diesem Gedanken, diesem Bild, und beobachte Deine Antwort darauf.
Wie bist Du mit dem Netz verbunden?
Wo ist Dein Platz?
Hinterfrage Deine Beobachtungen nicht. Beobachte nur.
Dir das Bild des Netzes auszumalen, kann seinen Anblick klarer machen.
Schau, wie Du das Licht aus Netz erlebst.
Oder stelle Dir Deine Verbindung vor.
Da Deine Energie immer dorthin geht, wohin Du Deine Gedanken schickst, genügt es, an das Netz zu denken, um es ins Leben zu rufen.
Um Deinen Platz im Netz aus Licht zu aktivieren, atme sein Licht vier oder fünf Atemzüge lang ein. Spüre – oder denke an – Deinen Platz im Netz, wenn Du atmest und nimm wahr, wie Dein Körper reagiert.
Wenn das Bewusstsein für Deinen Platz im Netz erwacht und sich stabilisiert, kannst Du das Sprudeln dieses leuchtenden Netzes spüren, wie es sich durch die Adern Deines Körpers bewegt, Du kannst erleben, wie Licht sich in Dir bewegt. Denn das Netz ist sowohl in dir wie außerhalb von Dir.
Du bist ein Teil davon, so wie es ein Teil von Dir ist.

Die Reaktionen auf das Netz aus Licht sind wunderschön.
Einige spüren Licht, das ihren Körper erleuchtet.
Einige fühlen Freude oder Frieden.
Während die meisten sich durch diese Verbindung geliebt und erfüllt fühlen.

Ganz gleich, was Du erlebst, wenn Du an das Netzt denkst, und sobald Du Deinen Platz darin aktivierst, bist Du Teil davon.
Das Licht, das das Netz erhellt, entspringt im Herzen eines jeden.
Das Netz wird von dem Juwel erleuchtet, der jeder einzelne ist.
Alle, die an dieser Meditation teilnehmen und Liebe und Unterstützung in das Netz geben, werden Teil des fortwährenden Flusses von Geben und Empfangen von Licht.
Das Licht, das über die Stränge des Netzes ausgestrahlt wird, kehrt Durch die Sinne schnell zum Sender zurück.
Euer Herz entscheidet sich, Licht zu erzeugen. Dies wird dann durch die Stränge des Netzes in die Welt geleitet.
Danach sind es Deine Augen, Deine Ohren und Dein Atem, die Dir das Geschenk des zurückkehrenden Lichtes bringen.
Denke daran, Licht aus Deinem Herzen durch die Stränge des Netzes zu senden und nimm wahr, wie Liebe und Licht Deinem Gedanken folgen und in die Welt gehen.
Du bist mächtiger, als Du Dir je hast träumen lassen.
Es ist Dein eigenes Herz, welches das Licht dieses Netzes erzeugt.
Und Dein Denken an die Verbindung mit dem Lichtnetz, das es überträgt.
Das Senden von Licht durch das Netzwerk geschieht mühelos.
Kaum denkst Du daran, schon breitet das Licht sich aus.
Erlebe die Übertragung von Licht über das immer heller leuchtende Netzwerk, das Du erweckst und trägst, und das wiederum Dich trägt.
Du bist Teil des Lichtnetzes. Eines lebenden Systems, das die Erde trägt.
Es ist Euer Herz, welches das Licht dieses Netzes erzeugt.
Und Euer Herz, das mit jedem Herzschlag Licht pumpt, das es ausstrahlt.

Wenn ihr Euch entscheidet, durch Eure Herzen zu geben, werdet Ihr durch Eure Sinne empfangen.

Und durch diese Meditation im Netz aus Licht wird sich viel Gutes auf der ganzen Welt vervielfachen.
Gemeinsam, im Licht, breiten wir das Lichtnetz für die menschliche Familie aus und bitten darum, daß das Lichtnetz dort, wo Leid, Entbehrung und Kampf, Angst und Trauer und Zorn herrschen... tief eindringt.
Möge jede Frau, jeder Mann und jedes Kind erhalten, was sie am meisten brauchen.
Wir breiten das Lichtnetz für alle Führungskräfte dieser Welt aus.
Wir breiten es für all diejenigen aus, die sich alleine und entfremdet fühlen - auf daß sie wissen mögen, daß wir alle tief miteinander verbunden sind – in Liebe und Licht.
Wir breiten es für all die aus, die bereits gelebt haben und die, die noch geboren werden. Mögen alle immerdar in dieser Umarmung der Liebe und des Lichts gehalten werden.
Wir breiten das Lichtnetz für die Tierwelt aus und bitten darum, daß jedes Tier das erhalten mag, was es am meisten benötigt.
Wir breiten es für die Pflanzenwelt aus.
Und für das Mineralreich.
Wir breiten es für alles Leben aus und bitten darum, daß sein Segen überall hin fließt.
Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein.
Mögen alle Wesen in allen Welten in der Liebe sein.
Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein.
Om.
Frieden. Frieden. Frieden.

 
 

 

Montag, 11. September 2023

Leitsterne

Quelle: Pixabay CSchmidt-EC
 

 

 

 

"Ich orientiere mich an Liebe, Mut und Wahrheit (…). Und dann frage ich mich einfach in jedem Moment, wenn eine Entscheidung ansteht:
Was würde die Liebe tun?
Was würde die Wahrheit tun? (…)
Was würde der Mut tun?"

(Daniele Ganser im Gespräch mit Kurt Tepperwein, Axel Burkert und Nada Breidenbach, ca. bei Minute 20)

Diese Aussage hat mich beim morgendlichen Zuhören fast umgehauen.
So einfach.
So klar.
Und so schwer.

Wie oft hapert es genau daran, am Folgen dessen, was die Liebe, die Wahrheit oder der Mut tun würden. Wie oft schon hapert es daran, in den Entscheidungsmomenten bewusst genug zu sein, um einen Schritt zurück zu treten, sich von dem Entscheidungsdruck, der Kakophonie im Kopf frei zu machen und diese fundamentalen Werte ins Bewusstsein dringen zu lassen.

Und wenn das gelingt, müssen dann auf jeden Fall genügend Wachheit und Mut anwesend sein, um den Antworten auf diese Fragen auch Folge zu leisten.

Nach dieser Maxime zu leben veränderte die Welt.

Ganser erzählt, dass seine Reihenfolge des inneren Fragens tatsächlich ist: Liebe – Wahrheit – Mut. Wenn die Antwort der Liebe auf seine Frage ihm nicht ausreichend ist, dann fragt er die (innere) Wahrheit und dann den Mut: "Ich stelle mir diese Werte als Energie, als Körperlichkeit schon fast, vor." 

 Dabei richte er sich nicht immer nach dem, was sie sagen. Aber er wisse wenigstens, was sie sagen und dass das der richtige Weg sei. Es gebe durchaus Momente, in denen er zu wenig Kraft habe und es dann nicht tue. "Aber ich weiß, du bist nicht dem Mut gefolgt, also viel Gutes kann jetzt nicht entstehen."
"Aber ein anderes Mal sage ich mir: hier, der Mut sagt, du musst hier durch. Und dann gehe ich voll durch und mache alle Erfahrungen, die damit verbunden sind."

Wow!

Es braucht sehr, sehr viel Bewusstheit, um das umzusetzen.
Letztlich ist natürlich diese Bewusstheit das Ziel jeglicher spiritueller Praxis. Dadurch, dass ich in jedem Moment bewusst anwesend bin, gestalte ich mein Leben.

Niemand hat gesagt, dass es einfach sei, dies zu erlangen.
Aber 'alle' reden darüber so, als ob sie schon ganz dicht dran seien, als ob sie nur kleinste Schrittchen noch zu machen brauchten, et voilà!

Also ich persönlich finde es ziemlich schwer.
Immer wieder setzen sich die Automatismen durch und leben sich selbst, drücken sich selbst aus, hinter
dem Rücken meiner Bewusstheit. Bei mir selbst sind es vor allem körperliche Ereignisse, die im Handumdrehen alles verschatten und plattwalzen und mich wieder und wieder in den Überlebensmodus zurückschubsen.


Wahrscheinlich hat mich genau darum die Aussage von Ganser so elektrisiert.
Wenn ich auf meine letzten Monate zurückschaue, kann ich nicht anders als zu konkludieren: da gibt es noch viel zu üben.

Montag, 9. Januar 2023

Zum Neuen Jahr

Free clipart von https://pixabay.com

Jetzt haben wir die erste Woche des neuen Jahres bereits gelebt. Wie sie für Euch wohl war?

Bei mir ist eigentlich alles so weitergegangen, wie es vor dem Jahreswechsel auch schon war. Mit allen Herausforderungen, die das Leben zur Zeit für mich bereit hält. Da habe ich einiges zu knabbern, weiterhin.
Aber es heißt ja, dass wir keine Herausforderungen auf den Weg serviert bekommen, die wir nicht auch bestehen können. Oder, anders gesehen – meine Seele hat  sich für diesen Weg entschieden.

Manchmal wüsste ich allerdings gerne, was sie sich dabei gedacht hat.

Als Ermutigung für mich – und vielleicht auch für Euch – habe ich uns heute einen wunderschönen Text von Marion Elend, mitgebracht.
Sie hat ihn zum Jahresbeginn am 1. Januar auf ihrem Telegram-Kanal "Aufwachperlen" geteilt.

Eure Neugeburt ist das, was ist

Wir nennen sie Neu,
denn sie ist so viel großartiger als alles Bisherige. Neuer, grösser, heiler, allumfassender als eine Wiedergeburt es sein könnte.

Lasst es euch auf der Zunge zergehen.
Nicht ein Neues Jahr,
nicht eine neue Aera,
eine Neugeburt wird euch geschenkt.

Das heile, vollkommene Wesen, das ihr seid, als dieses dürft ihr euer Leben fortführen.
Zwei Erdenkapitel in einem.
Kapitel, die derart nie zuvor erfahren werden konnten.

Ihr dürft es leben.
Ihr habt das grosse Los gezogen.
Die Erfahrung aller Erfahrungen, sie wird euch zuteil.

Euer JA gabt ihr bereits vor diesem Leben. Das Unendliche, die Quelle, sie kennt euer JA bereits.
Nun erinnert euch.

Gebt euer JA ins Leben, als das bewusste Schöpferwesen, das ihr seid.
Gebt eure Zustimmung erneut mitsamt eurem JA zu eurem Platz auf Erden.
Ein JA zu eurer Rolle im Wandel und ein JA zu eurer Rolle auf der Neuen Erde, für die ihr alles mitbringt.

Ihr bringt euch mit.
Ihr bringt eure Gaben mit, euren Mut, eure Kraft, eure Visionen, schlicht den einen perfekt-einmaligen Ausdruck des AllEinen, den nur ihr dem Neuen schenken könnt.

Eure Neugeburt ist das, was ist.

Eine Geburt, in der ihr alles seid.
Mutter, Kind und Schöpfer zugleich.
Neues Leben durch euch erschaffen.
Neues Sein durch euch in die Welt gebracht.

Seid aktiver Teil dessen
und gleichzeitig - lasst es geschehen.

Das neue Wesen, als das das Leben euch sehen will, es muss nicht wissen. Es darf sein. Es darf und soll Wu-wei leben. Aus dem Nichtstun handeln. Erspüren, was das Leben als Ausdruck durch euch leben möchte - im Bewusstsein, dass ihr das Leben seid.

Sagt Ja zu euch als Führende und zu Führende.
Lasst euch, euer neues Wesen, euer neues Sein in menschlicher Form, lasst es von eurem SeelenSelbst, von dem Bewusstsein, in welchem stets eine göttliche Ordnung herrscht, lasst dies euch führen hin zu einer jeden Aktion und lasst dies euch führen hin zu einer jeden Nicht-Aktion, hin zur Hingabe, in der empfangen werden kann, was gegeben werden möchte.

Das ist das Neue, das euch erwartet,
das auf euch wartet,

das auf euer Ja wartet.

Ein Weg, auf dem wir euch zur Seite stehen. Wir bestärken euch, in einem jeden Moment.

Wir sind das Neue, die neue Lebendigkeit, die ihr seid, und die zu jeder Zeit euch in Liebe willkommen heisst.

Freudig und liebend,
bedingungslos liebend
schreitet voran.

Eure Neugeburt ist das, was ist
und euer Sein ist grenzenlos.

Montag, 12. Dezember 2022

Berührend

Zum Geburtstag hatte ich mir das Buch "Der Junge, der Maulwurf, der Fuchs und das Pferd" von Charlie Mackesy gewünscht. Seit dem Frühjahr hatte ich nicht mehr darin geblättert. Damals hatte ich es Seite für Seite betrachtet und war tief berührt gewesen. So viele wunderbare Weisheiten, mit so wunder-wunderschönen Bildern.

Dieser Tage war es mir wieder in den Sinn gekommen.

Ich hatte ein bisschen willkürlich darin herumgeblättert, hier gelesen, da geträumt.
Und dann – war mein Blick an einer Doppelseite hängengeblieben.

"Manchmal", sagte das Pferd.
"Manchmal was?", fragte der Junge.
"Manchmal ist es schon tapfer und großartig, wenn man aufsteht und weitermacht", sagte das Pferd.

Uff!
So wahr! 

Gerade jetzt, in diesen Zeiten. In diesen Wochen mit dem wenigen Tageslicht, den langen Nächten, den sinkenden Temperaturen, der wenigen Sonne, dem Grau-in-Grau draußen.
Mehr als einmal möchte ich am liebsten einfach liegenbleiben. Und eben nicht mehr weitermachen. Die Aussichten, die uns die Politik eingebrockt hat, sind einfach zu unerfreulich.

Ehrlich, ich hab oft einfach keine Lust mehr. Auf all das nicht, was uns zu erwarten scheint.
Und dann kommt da dieses gezeichnete Pferd, dieses liebreizende Buch und berührt meine Seele.

Vielen Dank, Charlie Mackesy.

******************************************************************

Kurz nachdem ich das Buch aus einem Impuls heraus wieder zur Hand genommen hatte, kam ich dahinter, dass aktuell eine farbig illustrierte Ausgabe erschienen ist.
Sie enthält die Abbildungen, die zu dem klassisch animierten Film gehören, der demnächst zu bewundern sein wird. 

Diesem Artikel auf www.tvdigital.de zufolge erscheint er am 1. Weihnachtstag in Kooperation von Apple tv und dem BBC.

Eine Freundin hat mir einen Link geschickt zum Facebook-Profil von Apple-tv. Dort ist vorab ein kleiner Ausschnitt zu sehen.

Montag, 28. November 2022

Szenen vom Teddysofa

Hier ein Bild aus der Zeit da Teddy noch allein war und heimlich meinen
PC benutzte um sich in Social Media herumzutreiben.

Jetzt, da die Tage kürzer geworden sind und wir weniger als einen Monat entfernt sind von jenem Tag mit den wenigsten Tageslichtstunden, jetzt, da auch die Nächte kälter zu werden beginnen, verstärkt sich offenbar auch bei meinen Teddies das Bedürfnis nach Kuschelwärme. Beinahe jeden Morgen treffe ich sie in einer allerliebsten, knuffigen Knuddelposition auf ihrem Sofa an. Wenn ich aufstehe, sind sie noch lange am Schlafen. Und ich gebe zu, manches Mal konnte ich der Versuchung nicht widerstehen, dann diese süße, gemütliche Szene aufzunehmen.

Das ist natürlich indiskret. Und selbstverständlich habe ich Teddy und Martin gefragt, ob ich diese doch etwas intimeren Bilder von ihnen veröffentlichen darf.
Kein Problem! fanden sie alle beide.

Nun, hier sind die Bilder.
Kein Abenteuer aus Teddyland diesmal. Einfach ein paar – jedenfalls mir – das Herz berührende Teddybilder.

Es wird kälter. Auch wenn bei uns im gut isolierten Haus die Temperatur nachts noch sehr angenehm ist, die Decke ist wichtig geworden.
Und die kuschelige Nähe zu einander.
Ein typischer Teddy-Novembermorgen.





Auch nach dem Aufstehen ist es noch etwas kühl. Ich glaube dies war nach der ersten Nacht mit Nachtfrost, und nun hat die Heizung das Zimmer noch nicht behaglich erwärmt.

Auch die nächste Nacht war wohl ziemlich kühl, und Teddy entfaltete seinen Beschützerinstinkt gegenüber dem kleinen Martin.
Zugegebenermaßen hatte ich vielleicht auch das Fenster im Nachbarzimmer in jener Nacht ein wenig zu weit geöffnet. Hier gibt es nämlich keine Dreh-Kipp-Fenster, sondern wenn man ein bisschen Luft hereinlassen will, muss man das Fenster eben ein bisschen offenstehen lassen. Manchmal gerät dies 'bisschen' dann etwas größer als in anderen Nächten.


Die Sache scheint mir eindeutig. Wenn es nach dem Aufstehen noch so kühl ist, dass selbst zwei pelzige Racker sich so zudecken müssen....
Sorry, sorry, sorry, Teddy und Martin!
Kein Wunder, dass Teddy etwas vergnatzt dreinschaut.




So, nun waren die Frostnächte erst einmal vorbei, und es wurde auch tagsüber wieder etwas angenehmer.
Kleiner Plausch zu dritt.
Osterhasi, der im Frühjahr von Leipzig aus sich der Familie zugesellt hat, ist jetzt in diesen Wintermonaten immer häufiger mit vonder Partie auf dem Teddysofa.

Teddy träumt mit offenen Augen und sieht zugegebenermaßen etwas beduselt aus.
Vielleicht drückt auch Martin ihm ein bisschen zu sehr mit seinem Gewicht auf den Bauch und den Brustkorb?


 

 


So angeregt, wie die zwei sich unterhalten, scheinen beide eher spannend und kunterbunt geträumt zu haben. Wie schön, wenn bär einen Kameraden hat, mit dem er sich darüber austauschen kann!

 


Es gibt tatsächlich schier endloses zu erzählen.
Und zu bestaunen.
Und zu be-denken.
Und Osterhasi darf zuhören und kommt aus dem Sich-Verwundern gar nicht mehr heraus.
Was Teddies für spannende Träume haben!

 

 
Und dann kam die Nacht, in der Teddy unbedingt wieder einmal bei mir schlafen wollte.
War gemütlich, so mit meinem lieben Teddy im Arm.
Martin hat sich derweil den Hasen zum Kuscheln eingeladen, und so war auch er nicht ganz allein.





Ganz in Ordnung ist die Teddywelt noch nicht wieder, zwei Nächte später (Teddy wollte nämlich noch eine weiter Nacht bei mir schlafen). Zwar teilen sich Teddy und Martin das Sofa wieder, aber schlafen doch lieber diesmal nicht ganz so eng an einander geschmiegt.
Auch Osterhasi hat sich wieder dazugeschmuggelt.
Raum ist auf dem kleinsten Sofa...


Teddy fröstelt noch ein bisschen, das ist sicher atmosphärisch. Denn im Zimmer ist es angenehm warm. Die Stimmung wird dennoch immer besser.
Teddy erklärt Martin, warum er manchmal bei mir nächtigen will. Immerhin ist er nun schon beinahe 20 Jahre bei mir, und die meiste Zeit davon war er Einzelteddy.
Glücklicherweise kann der kleine, liebe Martin das begreifen. Und so gehen und sehen die beiden in gewohnter Eintracht neuen Teddy-Abenteuern entgegen.

Montag, 21. November 2022

Widerstand

Momentan wird man geradezu überschüttet mit Online-Kongressen und Videos voller Ideen und
Hinweise, um gut und möglichst positiv, hoch schwingend und unbeschadet durch diese Zeiten des Großen Wandels zu kommen. Tips, Tips, Tips… und auch in diesem Blog habe ich ja schon einige davon thematisiert und aufgenommen.

Irgendwie ist dieser ganze Prozess, in dem das Unterste zuoberst gekehrt wird, so anstrengend und verunsichernd, so ermüdend auch, dass die Sehnsucht nach 'Hilfe' oder 'Begleitung' immer wieder zum Vorschein kommt und dann auf diese Angebote reagiert.

Gestern nun hat Steffen Lohrer, an dessen (virtueller) Heilmeditationsgruppe ich seit Mitte 2020 teilnehme, als Impuls für die sonntägliche Meditation den Link zu einem Video geteilt, in dem es um das 'Annehmen' und um das 'Nichtbewerten' geht. Laut buddhistischer Lehre hört Leiden dann auf, wenn wir aufhören, uns innerlich dem zu widersetzen, was geschehen ist, was als Situation in unser Leben gekommen ist: "Es ist so wie es ist, und ich mache das beste daraus." ist die anzustrebende Haltung. Ohne inneren Protest gegen das, was sowieso bereits geschehen ist, ins angemessene Handeln kommen.

Jens Corssen stellt in seinem Video eine tägliche Morgenübung vor, die dabei helfen soll, in diese Haltung zu kommen. Im Grunde geht es darum, jeden Tag mit all dem, was er bringt, aktiv zu wählen. Auf diese Weise an zu nehmen.

Die Übung besteht darin, dass man sich morgens nach dem Aufstehen auf einen Stuhl stellt – hiermit hebt man sich symbolisch aus dem Alltagsbewusstsein auf eine Art Meta-Ebene, gibt sich eine andere Perspektive – und dann mit der Namasté-Geste und einer kleinen Verbeugung den Tag begrüßt.
Danach spricht man die folgenden Sätze:

"Willkommen Tag!"
"Ich erwähle Dich mit allem, was Du bringst."
"Ich bin ein wachsamer Selbstentwickler. Ich wachse an den Situationen des Lebens."

Schon die Vorstellung, dies zu tun, rief beim Schauen des Videos jede Menge Widerstand in mir hervor. Will ich überhaupt alles willkommen heißen, was der Tag mir bringt, was mir begegnet???
Viele Situationen, die ich alltäglich mitmache, sind alles andere als schön, alles andere als angenehm. Sie sind im Gegenteil unangenehm, schmerzhaft, beängstigend, schier meine Kräfte übersteigend, übermäßig herausfordernd - eben: unwillkommen. Oder?

Das lässt mich innerlich aufhorchen.
Etwas in mir sträubt  sich mit Händen und Füßen gegen die Übung. Ein bisschen so, wie damals, als mein Vater angesichts irgendeiner Veränderung, die unverrückbar in mein etwa 10- oder 12-jähriges Kinderleben getreten war, sagte: "Iela, solche Sachen passieren. Das wussten schon die alten Griechen: Panta rei - alles fließt."

Damals stampfte ich mit dem Fuß auf und schrie ihn an: "Ich will aber nicht, dass alles fließt!!!"

Ja, Herr Corssens, Sie haben den Finger auf die richtige Stelle gelegt.
Hier liegt eine Aufgabe.
Schneller als alle Hinweise aus der spirituellen Ecke hat diese Übung, die so unschuldig daher kommt, bereits beim bloßen Gedanken daran sie zu tun, mich selbst wieder auf den Punkt gebracht.
Hier geht es also drum.
Hat mich gestern Abend sehr ins Grübeln und Sinnieren gebracht.

Heute morgen habe ich die Übung zum ersten Mal gemacht.
Es war mir dabei ein bisschen unheimlich.

Sicherheitshalber 😉 habe ich die Morgenmeditation von Sonja Ariel vonStaden daran angeschlossen, in der das Ganze positiver manifestiert wird.  Hierbei öffnet man sich in einem bestimmten Moment gegenüber der Quelle, mit nach oben ausgebreiteten Armen und sagt innerlich:

"O.k.! Ich bin offen für alle Wunder und Geschenke dieses Tages. Ich freue mich auf alles Gute, Wahre und Schöne, das heute zu mir kommen möchte. Ich lade es ein. Und alles andere darf an mir vorbeifließen."

Später spricht sie dann noch einmal davon, dass alles, was keine Bedeutung hat, einfach abfließen darf. "Dasjenige, was Bedeutung hat, wird Dich daran erinnern, dass Du es anschaust."

Damit kann ich irgendwie besser leben.
Wobei es nur auf den ersten Blick etwas Anderes ist.

 

Abbildungsnachweis:
https://pixabay.com/users/mabelamber-1377835

https://pixabay.com/users/geralt-9301/

s/w-Foto: aus meinem Kreta-Urlaub ca. 1976

Viel gelesen